Einladung zum BUND-Treffen

Nur auf dem Bild herrscht gähnende Leere

Du warst noch nie beim BUND, interessierst dich aber für den Natur- und Umweltschutz. Dann schau doch einfach bei unserem monatlichen Treffen vorbei. Da besprechen wir aktuelle Aktionen und die Entwicklung in der Region Karlsruhe.
Wir treffen uns immer am 3. Montag im Monat. Unser nächstes Treffen findet

Montag, den 18. Dezember  2017 , um 19:00 Uhr

in der Geschäftsstelle des BUND- Waldhornstraße 25 statt.

 

 

Du bist herzlich eingeladen! 

 

 

 

 

 


Atomforschung in DT Vortrag Dr. Moormann

Der Vortrag vom 16. November 2017 findet sich unter Aktuelles.

 

 

Neue Rheinbrücke - Spendenaufruf

Wir haben eine Neuauslegung der Unterlagen erzwungen, weil am 30.10. die Offenlage der Planfeststellungsunterlagen bei der Stadt Karlsruhe wg sinnigerweise „Brückentag´ im Rathaus nicht möglich war.


Wann kommt  nun die ´zweite´  Rheinbrücke?

Seit über 20 Jahren wird beidseits des Rheins über Sinn und Unsinn und über die Standortfrage bezüglich einer zweiten Rheinbrücke diskutiert und gestritten. Nun ist Bewegung in die Debatte gekommen: auf baden-württembergischer Seite liegt seit Ende September der Planfeststellungsbeschluss zum Bau einer zweiten Rheinbrücke vor. 

Auf der letzten Infoveranstaltung der sehr aktiven Gegner, darunter auch wir, der BUND Mittlerer Oberrhein,  der zweiten Rheinbrücke wurden die drastischen Folgen für Karlsruhe nochmals verdeutlicht: der Stau vor der Brücke auf Rheinland-Pfalz-Seite würde nur verlagert, denn das Karlsruher Verkehrssystem ist für diese Verkehrsdichte keinesfalls ausgelegt. Der dazu erwartete Verkehrszuwachs würde die Problematik sogar weiter verschärfen.  

Die Gegner der zweiten Rheinbrücke wollen nun vor dem Verwaltungsgericht klagen, denn die Alternative „Ersatzbrücke“ sei von den Genehmigungsbehörden nicht ausreichen geprüft worden, obwohl sie enorme Vorteile bietet.

Die Klage kostet viel Geld – rund 40 000 Euro – und ist für Karlsruhe von entscheidender Bedeutung. Für die Klage werden noch Spenden benötigt, ob groß, ob klein, jeder Euro ist sehr willkommen!

Spendenkonto: BUND RV Mittlerer Oberrhein, Sparkasse Karlsruhe: IBAN DE98 6605 0101 0108 2558 37, Verwendungszweck „keine 2. Rheinbrücke, keine Nordtangente“

Warum? Weil es wichtig ist für eine lebenswerte Zukunft.

Auch der Gemeinderat ist mehrheitlich gegen die zweite Rheinbrücke.

Klimawandel - Kohlekraftwerk stilllegen - kein Thema in Karlsruhe-ein Umweltskandal

BUND Karlsruhe und BUND Mittlerer Oberrhein fordern: Altes Rheinhafenkohlekraftwerk der EnBW (RDK7) sofort stilllegen.

 

In Bonn sollen Verhandelnde aus aller Welt von diesem Montag an neue Regeln für den Klimaschutz vorbereiten. Es geht jetzt nicht mehr um das Ob, sondern ums Wie. Auch wir in Karlsruhe brauchen eine Vollbremsung der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen, und zwar sofort.

Der BUND für Umwelt und Naturschutz unterstützt die Forderungen der Klimakonferenz von Bonn. Dort wird gefordert, dass die CO2-intensivsten Kraftwerke sofort stillgelegt werden. Das bedeutet für unsere Region: die sofortige, längst überfällige Stilllegung der alten Gift-,  Fein- und Feinststaubschleuder Rheinhafendampfkraftwerk Karlsruhe der EnBW (RDK 7).

Auch eine Karlsruher Delegation reist zur Klimakonferenz. Der energiepolitische Sprecher des BUND Mittlerer Oberrhein, Harry Block, fordert deshalb die EnBW und deren Eigentümer (u. a. das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe) auf: „Wenn die Karlsruher Delegationen nicht nur heiße Luft zum Klimagipfel nach Bonn bringen, so müssen sie die Absicht  einer Kohlendioxidminimierung im Gepäck haben, und die lautet für Karlsruhe: Stilllegung des alten Kohlemeilers RDK 7.“

Dieser Ruf wird von der politischen Landschaft und von den Medien einfach ignoriert. Was in Sonntagsreden gefordert wird, wird im politischen Alltag in Karlsruhe und Stuttgart einfach weggelassen.

 Nach der neuen Berechnung der Stadt Karlsruhe konnten bis einschließlich 201die CO2-Emissionen von ursprünglich 3,1 Millionen Tonnen im Jahr 2007 auf knapp 2,6 Millionen Tonnen in KA reduziert werden, ein Rückgang von rund 18 Prozent. Was unterschlagen wird: Allein die beiden Kohlenblöcke der EnBW im Rheinhafen gaben im Jahre 2015 3,62 Millionen Tonnen Kohlendioxid, 1,4 Millionen Tonnen Schwefeldioxid, 1,3 Millionen Stickoxide in unsere Atemluft ab.

 

9. Oktober 2017

Gründung des "Karlsruher Bündnisses gegen neuen Generationen von Atomreaktoren

Deutschland hat den Atomausstieg bis 2022 beschlossen. Seit April 2017 ist das Joint Research Centre (JRC) Standort Karlsruhe (ehemals Institut für Transurane = ITU) auf dem Gebiet des KIT Nord ein geistiges und materielles Zentrum der europäischen Atomforschung, weil alle europäischen Atominstitute nach Karlsruhe verlegt wurden. Zurzeit wird dort ein neues Forschungs- und Lagergebäude, u. a. auch für hochradioaktive Stoffe, gebaut. Wir kennen die großen Genehmigungsmengen von Plutonium, Uran, Thorium, die dort gelagert werden. Wir wissen auch, dass dort neue Atombrennstäbe gebaut und  ̶  nach einer Bestrahlung im Ausland  ̶  in Karlsruhe dann auf die Zusammensetzung der radioaktiven Substanzen untersucht werden. Was wir noch nicht wissen: was genau dort zum Thema neue Brennstoffe für neue Atomreaktoren geforscht wird.

Weltweit werden derzeit mehr als 60 Kernkraftwerke geplant oder gebaut , fast alle Giganten mit mehr als 1000 Megawatt Leistung, zwei neue auch in Europa. Dazu Absichten für Neubauten von kleinen modularen Reaktoren, die wie andere Reaktortypen mit spezifischen neuen Atombrennstoffen aus der Zeit gefallen scheinen, aber intensiv beforscht werden. 

KIT und JRC Standort Karlsruhe sind über das EU-Projekt SAMOFAR an Thorium-Flüssigsalzreaktoren beteiligt, die eine integrierte Wiederaufarbeitung von waffenfähigem Uran 233 ermöglichen können. Diese Gefahren ungekannten Ausmaßes, die davon und von Kleinen Modularen Reaktoren (SMR) ausgehen, wollen wir untersuchen.

Diese Tatsachen und die Verzahnung mit Forschungsbereichen der Nuklear-Institute des KIT Nord (ehemals Kernforschungszentrum  Karlsruhe)  ̶  und Teilen des KIT Süd (ehemals Universität Karlsruhe), meist unter dem Etikett ‚Sicherheitsforschung‘   ̶  haben uns bewogen, ein Karlsruher Bündnis gegen neue Generationen von  Atomreaktoren zu gründen. In diesem breiten Bündnis von Parteien, Umweltverbänden, Atominitiativen und Einzelpersonen wollen wir versuchen, Licht in das Dunkel der europäischen bzw. weltweiten Forschung und Entwicklung  zu neuen Atomreaktoren zu bringen, diese zu dokumentieren und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen.

Stellvertretend für das Bündnis:

Anti-Atominitiative Karlsruhe: Anete Wellhöfer

attac : Dr. Ullrich Lochmann

BUND Mittler Oberrhein und Karlsruhe: Harry Block

International Councillor IPPNW Deutschland: Dr.  Helmut Lohrer

 

Initiative gegen Militärforschung an Universitäten: Dr. Dietrich Schulze

 

Sylvia Kotting-Uhl MdB BÜNDNIS 90/Die Grünen

 

 

Turnhallenneubau in Oberreut sofort

Theatersanierung ja – Neubau KSC-Stadion ja – Turnhallenneubau in Oberreut: wann?

 

Im Juni letzten Jahres hatte der BUND Karlsruhe auf Asbestverseuchung der Turnhalle der Sophie-Scholl-Realschule und Engelbert Bohn-Berufsschule in Oberreut  hingewiesen. Die Turnhalle wurde geschlossen. Weitere Untersuchungen führten dazu, dass eine Sanierung als nicht möglich angesehen wurde und deshalb ein Abriss erforderlich ist.

Nun soll eine neue Halle gebaut werden. Wann? Vermutlich erst 2022!

 

Es ist Geld da, was die Beschlüsse des Gemeinderates für das Staatstheater und den Neubau des Fußballstadions beweisen. Derweil kutschiert man SchülerInnen  und LehrerInnen – mitten im täglichen Unterrichtsablauf, dessen Planung dadurch sehr kompliziert wird und für die jeweilige Lehrkraft auch aufsichtsmäßig und unterrichtsmäßig  sehr anspruchsvoll ist – über Jahre von Halle zu Halle. Für SchülerInnen und LehrerInnen ein in jeder Hinsicht unhaltbarer Zustand und eine Aufforderung an den Gemeinderat, unverzüglich zu handeln und unverzüglich eine neue Halle zu planen und zu bauen.

 

 

Atomforschung in Deutschland - Vortrag von Dr. Rainer Moormann

Donnerstag, 16. November 2017, 20.00 Uhr
DGB-Haus, Ettlinger Straße 3a,76137 Karlsruhe

Dr. Rainer Moormann: Atomforschung in Deutschland - 

nur für die Sicherheit oder [offen] für Atomwaffen? 

Ein Whistleblower nimmt Stellung.

 

Einführung: Sylvia Kotting-Uhl, MdB

 

Veranstalter: Karlsruher Bündnis gegen neue Atomreaktoren (BUND, Attac, IPPNW, Anti-Atom AG, Initiative gegen Militärforschung u.a.)

 

Aus Wikipedia: „Rainer Moormann (* 1950) ist ein deutscher Chemiker und Experte für Reaktorsicherheit …Moormann widerspricht der Charakterisierung von Kugelhaufenreaktoren als inhärent sicher und katastrophenfrei und hält die darauf begründete Werbestrategie zu Kugelhaufenreaktoren für wissenschaftlich unredlich. Weiterhin wendet er sich gegen einen Export dieser Technologie in Schwellenländer...Dafür und für die Inkaufnahme der damit verbundenen beruflichen Nachteile bekam er 2011 den Whistleblowerpreis der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der deutschen Sektion der atomwaffenkritischen Juristenvereinigung IALANA.“

21. Juli 2017

BUND lehnt Bebauungsplan KIT-Campus Süd – Adenauerring ohne städtebaulichen Wettbewerb ab

 

Gegen den am 25.4.2017 vom Gemeinderat beschlossenen Bebauungsplanentwurf haben wir,

BUND Karlsruhe und BUND Mittlerer Oberrhein, Einspruch erhoben.

Wegen der Bedeutung der Baumaßnahme haben wir uns erlaubt, über die baurechtlichen Fragestellungen hinaus unsere Einstellung zum gesamten Verfahren zur KIT Erweiterung zwischen Stadt, dem Land BW / KIT und der Klaus-Tschira-Stiftung zu betrachten und in enger Abstimmung mit den Mitgliedern der "Initiative Grüner Campus"  zu kommentieren.

 

Städtebaulicher Wettbewerb zwingend erforderlich

„Das Einzige, woran wir die Realität der Welt erkennen und messen können, ist, dass sie uns allen gemeinsam ist,“ schrieb Hannah Arendt in der „Vita Activa“. Was die res publica, die öffentliche Sache, in unserer Stadtdemokratie ausmacht, wird kaum mehr verhandelt und im Falle des Bebauungsplans KIT Campus Süd/Adenauering  nicht eingefordert, da man auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus uns nicht erfindlichen Gründen verzichtet. Städtebauliche Wettbewerbe finden vorbildlich z.B. in Oberreut Waldlage statt, obwohl es sich dort ´nur´ um eine Planänderung handelt. Weshalb verzichtet die Stadt Karlsruhe auf die Kenntnisse und Fantasie von Städteplanern, die mit diesem wichtigen Teil der Stadt eine kaum bestehende Verbindung von KIT und Stadtbevölkerung anbahnen könnte?  

Die Bebauung ist auch eine soziale Entwertung des Gemeinsinns. Dies  zeigt sich nicht nur in der Vernachlässigung von Bürgerwillen der Gesamtstadt  (GRÜNE Stadt) als auch in der in eine Petition gegossene Willenskundgebung von tausenden von  Ost- und InnenstadtbürgerInnen, die von Seiten des Baubürgermeisters brüsk ignoriert wurde.

Alle drei Aufträge, die mit diesem Projekt in Verbindung stehen,

·      Entwicklung des städtebaulichen Leitbilds

·      Bauleitplanung KIT Campus Süd von der Stadt und die

·      Entwicklung des Masterplans für das KIT

wurden an das gleiche Planungsbüro, der Firma eines Architekturprofessors des KIT, vergeben. Die Interessen des KIT als Nutzer des Geländes werden auf diese Weise von der Stadt direkt übernommen. Kreativer und innovativer Ideenwettbewerb ist ausgeschlossen. Wie kann eine Stadt sich grundsätzlich für Architekturwettbewerbe aussprechen und sich gleichzeitig in diesem Projekt und auch bei weiteren Großprojekten den Investorenvorgaben beugen? Auch am Adenauerring soll kein Architekturwettbewerb durchgeführt werden, obwohl dies nicht nur in Karlsruhe selbstauferlegte Pflicht insb. für öffentlich genutzte Lehr- und Forschungsgebäude ist.

Wir vermissen die große, städtebauliche Linie für den betroffenen Stadtteil. Dies könnte eben nur durch einen öffentlichen   Architektenwettbewerb erzielt werden. So mutiert momentan der ganze Bereich "Durlacher Tor" zu einer gigantischen Asphalt- und Betonwüste. Es fehlt die gestalterische Abstimmung mit den Grundstücksflächen in der Nachbarschaft und die Abstimmung der geplanten Baumaßnahmen des KIT mit dem geplanten Neubau des Wildparkstadions.

 

 

Verbindlichkeit für universitäre Nutzung und Möglichkeiten für Stadtbevölkerung werden aus der Hand gegeben

 

 

Die städtebaulichen Auswirkungen stehen  im eklatanten Widerspruch  zu immer wieder betonten dringenden Bedarf an zusätzlicher genuin universitärer Nutzfläche einerseits und der Nutzungsöffnung für private Interessenten.  Unter dem vagen Oberbegriff "universitätsaffin" ergibt sich aus dem  Finanzierungskonzept nur eine umfassende, profitable  Nutzung  des Geländes durch die Tschira-Stiftung.

 

Der erste, größere Bauabschnitt wird durch die Klaus-Tschira-Stiftung (KTS) auf der Grundlage eines Erbpachtvertrags finanziert, zu dem der Landtag am 18.2.2016 seine Zustimmung gab. Der Wortlaut des Vertrags ist und wird der Öffentlichkeit bisher vorenthalten; entscheidend ist, dass zwei der drei von der KTS finanzierten Gebäude gegen Erbpacht von der KTS vermarktet werden. Es ist aus der Sicht des Investors verständlich, dass er über diese Einnahmequelle mit dem Ziel größtmöglicher Rendite verfügen möchte, was eine möglichst freizügige Nutzung voraussetzt Mit der unpräzisen Nutzungsvorgabe "universitätsaffin" ist es möglich, dass beliebige Firmen, die irgendein Projekt mit dem KIT durchführen, Mieter in den beiden Tschira-Gebäuden werden.

Mensa, Café und sonstige gastronomische Einrichtungen, die für einen „Campus mit Vor-Ort-Präsenz selbstverständlich[M1]  und nötig" seien werden erlaubt, ebenso Tagungseinrichtungen universitätsnaher Institute. Die Erweiterungsflächen werden ausschließlich an forschungsorientierte private Einrichtungen gehen, um die Schenkung der Stiftung zu refinanzieren. Für die Universität gehen deshalb potentielle Erweiterungsflächen für immer verloren. Für die Stadtbevölkerung wird eine weitere Möglichkeit verhindert, sich durch ein anderes Nutzungsangebote an einem Ort zutreffen, ohne gleich einen halben Stundenlohn für einen Kaffee zahlen zu müssen[M2] . Ein KIT-Begegnungszentrum im letzten Gebäude vor dem botanischen Garten könnten wir uns gut vorstellen. Das müsste eben ein Architektenwettbewerb baulich integrieren in Verbindung mit dem Garten erbringen.

 

Laut Planentwurf sind auch temporär genutzte Wohnungen für Mitarbeiter und Gäste ..., Büro- und sonstige Verwaltungsgebäude sowie Läden mit nahversorgungsrelevantem Sortiment zulässig. Völlig offen ist, welche Größe und Art von Einzelhandel für die Nahversorgung zulässig ist. In den Unterlagen für den Auslegungsbeschluss für den Gemeinderat war die max. Größe eines Ladens auf 100 qm begrenzt. Ausgelegt wurde jetzt eine max. Größe von 300 qm pro Laden ohne Begrenzung der Gesamtfläche. Kennen die Stadträte die nachträgliche Änderung? Mit diesen Einzelhandelsgeschäften entsteht ein zusätzlicher kommerzieller Druck auf die Geschäftswelt in der Oststadt. Diesen Verdrängungswettbewerb wie die sich anschließende Hochpreis-Verödung durch zukünftig auch noch höhere  Mieten  für die Händler lehnen wir ab.

 

Die „Grüne Stadt“

Die Stadt proklamiert in ihren Zielen eine „Grüne Stadt“ und fordert die Bürger auf, bei diesem Ziel mitzuwirken (siehe "Meine Grüne Stadt"). Die Initiative Grüner Campus hat hierzu einen Vorschlag zum Botanischen Garten des KIT eingereicht, der als einer der 12 angenommenen Projekte ausgewählt wurde. Als es dann um die Unterstützung des Projekts durch die Stadt ging, musste der Umweltbürgermeister mit "Bedauern" einen Ablehnungsbescheid ausstellen.

Dass Gemeinderat und Stadtverwaltung hier mit zweierlei Maß messen, wird zunehmend von den Bürgern kritisiert.

 

Klimaschutz

Es versteht sich von selbst, dass neu erstellte Baumassen die ökologische Bilanz hinsichtlich des Lokalklimas und des Verkehrsaufkommens sowie der Lärmerzeugung verschlechtern. In den Ausführungen zum Bebauungsplan herrscht die Tendenz vor, diese Auswirkungen zu

verharmlosen.

So wird hinsichtlich der Auswirkungen auf das Lokalklima die ohnehin ungünstige Ausgangssituation durch die thermische Belastung im Oberrheingraben zwar genannt (die zu erwartende weitere

Verschlechterung durch den Klimawandel bleibt allerdings unerwähnt), um dann

unvermittelt mit dem Hinweis auf den ja nicht strittigen Ist-Zustand abzuwiegeln: "Durch das

heute in großen Teilen unbebaute Plangebiet kann von einer verhältnismäßig guten

Durchlüftung ... gesprochen werden". Dies ist heute; doch was ist nach der Bebauung?

Die Aussagen zur Verkehrs- und Lärmzunahme sind nicht nachvollziehbar, weil eine genaue Nutzung ja noch nicht feststeht. Immerhin kommt die Untersuchung des bestehenden Verkehrsaufkommens zum Ergebnis, dass bereits jetzt im zu bebauenden Mischgebiet und im angrenzenden Wohngebiet tagsüber und nachts die zulässigen Werte der TA Lärm "regelmäßig überschritten werden"

 

Für uns sind neben der Nutzung der Fläche und der baulichen Gegebenheiten vor allen der Erhalt des Botanischen Gartens des KIT in anderer Nutzungsform von Bedeutung, der nur in einem Architektenwettbewerb ausgearbeitet werden könnte und der die Worte von Herrn G. Bachmann vom Amt für Bau und Vermögen, BW.KA wirklich umsetzen könnte: Er will den Campus in "einem nachhaltigen Funktionszusammenhang stadtstrukturell, ökologisch und sozialpolitisch zu einer grünen Modelllandschaft machen". Genau das wollen wir.

 

 

 

Anhang:

  

Speziell zum Botanischen Garten des KIT haben wir ausgeführt:

  

Allgemeine, städtebauliche und historische Kriterien

Die Institution Botanischer Garten ist älter als die Technische Universität selbst, was für ihren hohen historischen Wert spricht, und darf als wertvolles Kulturgut  nicht so einfach modernistischen Strömungen geopfert werden. Beim Botanischen Garten handelt es sich um ein ortsgebundenes, die Stadtlandschaft prägendes Kleinod, dessen Verlust für die Bevölkerung erheblich sein würde.

 

Viele Menschen benutzen täglich zu Tausenden die Fußgängerbrücke über den Adenauerring. Für sie ist der Anblick des Botanischen Gartens so gewohnt, dass er für sie eigentlich nicht wegzudenken ist.

Die Stadt Karlsruhe sollte den "Kampf um die besten Plätze" nicht befeuern  ̶  wenn die Tschira-Stiftung dem KIT angeblich etwas Gutes tun will.

Dazu gehört für uns die Feststellung der noch tolerierbaren Gesamtfläche der Bodenversiegelung ebenso wie das zusätzliche zu erwartende Verkehrsaufkommen (inkl. ruhender Verkehr).

 

Wissenschaftliche Kriterien

Der wissenschaftliche Botanische Garten stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Natur dar. Für die Zukunft aller "modernen" Wissenschaften ist es zunehmend wichtig, dass der Botanische Garten als Fundus für neue, kreative Ideen erhalten bleibt.

Ein jahrhundertealter Botanischer Garten lässt sich nicht einfach so verpflanzen. Jede Umsiedlungsmaßnahme ist mit großen Verlustrisiken verbunden.

Für die Betreiber des Botanischen Gartens ist es substanziell, dass sie die Bodenbeschaffenheit und die lokalen, kleinklimatischen Verhältnisse ausreichend "im Griff" haben, um systematisch botanische Versuche zu betreiben  ̶  vor allem auch über lange und sehr lange Zeiträume.

Das Botanische Institut ist international vernetzt  ̶  eine "repräsentative" Adresse steht ihm zu.

Um die Rolle des Botanischen Gartens im Wissenschaftsbetrieb zu verdeutlichen, bietet sich der Vergleich mit dem Trainingsgelände eines Sportclubs an.
Man stelle sich vor, der KSC würde seine Trainingssportplätze aufgeben, um darauf ein großes, finanziell lukratives Zentrum für Tickets, Fan-Betreuung, VIPs und Entertainment zu bauen.

 

Ökologische Kriterien

Eine Verlegung, die inzwischen vom KIT-Präsidium beschlossen wurde, wird jahrzehntealte Pflanzen des Botanischen Gartens zugrunde richten. Der Bebauungsplan kann nicht in Kraft treten, wenn nicht gesichert ist, dass die schützenswerten Pflanzen, von denen es teilweise nur je ein Exemplar in Karlsruhe gibt, erhalten bleiben. Wo und wie dies geschehen kann, muss noch erläutert werden. Das Artenschutzgutachten lässt unserer Ansicht nach diesen Aspekt außer Acht und viele Fragen offen.

So wurde z. B. die südliche Freifläche des Botanischen Gartens, in der u.a. Nutzpflanzen und deren wilde Verwandte als genetische Ressourcen genutzt werden, durchgehend als Brachfläche bezeichnet, was einen völlig falschen Eindruck von der ökologischen Qualität dieses Bereiches vermittelt.

 

</div> </div>
</div>

Atomkatastrophe oder Staatsräson: Hilferuf der französischen Atomaufsicht

Karlsruhe ist mit dem Joint Research Center - ehemals Institut für Transurane - seit diesem Jahr das Zentrum der europäischen Atomforschung. Deshalb muss es uns interessieren, was in Europa in Sachen Atomkraftwerke läuft. 

 

Atomkatastrophe oder Staatsräson: Hilferuf der französischen Atomaufsicht

 

 

Die französische Atomaufsicht ASN steht vor dem Dilemma, die beiden mangelhaften Teile der AREVA-Skandal-Schmiede Le Creusot des Reaktordruckbehälters (RDB) - in Flamanville zu genehmigen: Boden und Deckel sind allerdings wegen Carbon-Einschlüssen im Stahl deutlich zu spröde. Wenn hier ein Riss zum Durchbruch führt, fallen die Brennstäbe trocken - was dann kommt, kennt man aus Fukushima.  

 

Der Boden des Reaktordruckbehälters ist schon fest verbaut, das Auswechseln käme einem Abriß gleich. Der Deckel kann im Prinzip noch ausgetauscht werden, aber das entspräche einer weiteren Zeitverzögerung um 6-8 Jahre. Die ASN steht einerseits unter dem enormen Druck der Atomwirtschaft, die ihr Flaggschiff Flamanville zum Erfolg geführt sehen will und natürlich künftige Märkte bedienen will, aber andererseits muß sie natürlich die Sicherheit der europäischen Bevölkerung garantieren, was mit den defizitären Teilen nicht möglich ist. Auch ein "vorläufiges Genehmigen" wie sie es anvisieren, kann das Problem nicht lösen, denn der Boden ist schon fest eingebaut und bleibt als Risiko immer bestehen, der Deckel wäre das Risiko auf Zeit, bis er ausgetauscht würde...

Die ASN hat sich nun in einer bisher nie dagewesenen Weise an die Öffentlichkeit gewandt, und um Stellungnahmen zur Inbetriebnahme von Flamanville gebeten: (Dies ist noch bis 12. September 2017 möglich, auf englisch oder französisch. Angehängt ist die Beschreibung, wie man auf die richtige Seite der ASN kommt, um die Stellungnahme abzugeben.)

Die Publikmachung der ASN kann als eine Art Hilferuf an die Öffentlichkeit gesehen werden, weil sie sich der internationalen wirtschaftlichen Dimension für die Atomgemeinde bewußt sind, aber auch des Risikos eines Unfalls - für den sie dann die Verantwortung trügen, weil sie defizitäre Teile genehmigt haben...

J.-F. Victor, (der ehemalige Präsident und Vorstandsvorsitzende einer der Stahl- und Metallverarbeitungs-Betriebe von Le Creusot), sagt dazu:

„Ja, genau das ist auch meine Meinung. Die ASN ist unter einem enormen Druck, von dem es unmöglich ist, sich selbst zu befreien: Das heißt in Französisch „Staatsraison“. Genau damit bin ich konfrontiert, trotz der vielen Briefe die ich an hohe Verantwortliche des Staates geschrieben habe. Daher appelliert ASN an die öffentliche Meinung, es ist ihr letzter Ausweg und viele Leute verstehen es.“

https://www.freitag.de/autoren/evastegen/ein-hilferuf-der-atomaufsicht

Zudem entstehen Auswirkungen von Flamanville auf Hinkley Point C in Großbritannien: Es entstehen massivste finanzielle Probleme für Hinkley Point, wenn Flamanville nicht bis Dezember 2020 ans Netz geht und Strom erzeugt.

"..Solche Verzögerungen könnten neue und / oder bestehende Bestellungen von Reaktordruckbehältern für Kernkraftwerke wie das britische Hinkley Point C (HPC) gefährden, da die Kreditgarantie der britischen Regierung für HPC unter der Bedingung steht, dass Flamanville 3 bis Dezember 2020 fertiggestellt und vollständig in Betrieb genommen ist und über eine Probezeit auslegungsgemäß Strom erzeugt. Wenn diese Grundbedingung in Flamanville nicht erfüllt werden kann, wird bei wegfallender britischer Kreditgarantie die Inanspruchnahme der Geldmittel vollständig auf EdF und seine Co-Investoren entfallen.“

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/areva_summary_john_large_report_2016.pdf

Der BUND wird weiter über die Situation der ausländischen Atomreaktoren berichten auch auf dieser Seite berichten.

Bundestagswahl 2017 Umweltverbände laden ein

<attachment></attachment>

Einwendung erfolgt: Stadtwerke KA tauschen Ölkessel im Heizkraftwerk West aus.

 

Wir haben den Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung

für den Ersatz von Kessel 3 im Heizkraftwerk West (HKW) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Karlsruhe auf dem Betriebsgelände des Heizkraftwerkes West, Honsellstraße, geprüft und fristgerecht bewertet.

Die Stadtwerke beabsichtigen, den bestehenden, mit Heizöl betriebenen Kessel 3 abzubauen und zu ersetzen. Diese Maßnahme beruht aber nicht auf Einsicht in den umweltfreundlicheren Brennstoff Gas. Block 3 erfüllt die aktuell vorgegebenen Emissionsanforderungen der 13. BImSchV nicht und steht deshalb lediglich mit reduzierter Feuerungswärmeleistung für den Notfallbetrieb mit begrenzter Leistung zur Verfügung. Er muss also durch zwei erdgasbetriebene Kessel mit je 70 MW Feuerungswärmeleistung ersetzt werden. Als Begründung wird die Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe angegeben, weil das „HKW-West die Zentrale für die Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe ist.“

 

 

Die Stadtwerke loben sich im  Sinne ihrer Unternehmensrichtlinien, eine Öffentlichkeitsbeteiligung  gemäß § 16 (1) BImSchG gewählt haben. Die gesamte Feuerungswärmeleistung der erdgasbetriebenen Kesselanlage liegt im Planzustand bei 354 MW (d.h., die FWL des HKW wird von derzeit 314 MW auf zukünftig 354 MW erhöht), so dass die Anlage gemäß der Zuordnung zu Nr. 1.1.1 (X) grundsätzlich „UVP-pflichtig“ ist. Dies wird jedoch dann vom Gutachter TÜV als nicht notwendig bezeichnet.

Der Standort existiert seit 1901. Noch nie wurde für diesen Standort eine UVP erstellt, die die Gesamtheit, die mit der Fernwärme in Karlsruhe einhergehenden Emissionen in ihrer Gesamtheit betrachtet. Diese fordern wir. Die Mär von der sauberen Fernwärme würde dadurch deutlich werden. Denn diese wird zu 32 % von der MiRO und zu 57 % von RDK bezogen. Die dazu notwendigen Anlagen geben nicht nur Stickoxide (MiRO = 2.560.000 kg, RDK = 1.290.000 kg), sondern auch hochgiftige lungengängige Feinststäube in die Atmosphäre ab, die anteilsmäßig auch der Fernwärme geschuldet sind.

Würde man alle in dem vom TÜV untersuchten 7km-Radius-Emittenten um das Rheinhafenkraftwerk in eine UVP heranziehen, bewerten und kritisch als Gesamtanlage beleuchten, so würde das Ergebnis so lauten: Die im Untersuchungsraum untersuchten Anlagen führen zu irreversiblen, grenzüberschreitenden und erheblich nachteiligen Auswirkungen auf alle Umweltschutzgüter.

 

Für unsere  geforderten  niedrigen Werte bezüglich Kohlenstoff und Stickoxiden ziehen wir als Begründung die Daten der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg heran, die mehrere Überschreitungen bei Staub und  Stickoxiden in der Region Karlsruhe aufweisen.

Wir fordern beim Einsatz von Gas:

 70 mg Stickoxide pro Kubikmeter.

Diese Werte unterschreiten die gesetzlichen Vorschriften, sind aber   das zeigt das im Dezember 2016 neugenehmigte Gaskraftwerk der EnBW in Stuttgart  möglich.

  

In unserer Stellungnahme (s.Anhang) weisen wir ferner noch auf weitere Probleme der Genehmigung hin.

Auch die ökologischen und ökonomischen Nachteile der Fernwärme werden von uns aufgezeigt.  Vor allem wollen wir keine Auskopplung derselben aus dem alten Steinkohleblock RDK 7 der EnBW. In Neubaugebieten, die nicht nahe am Fernwärmenetz liegen, sollen nur noch erneuerbare Energieträger die Wärme in Nahwärmeerzeugungsanlagen in Karlsruhe bereitstellen.

 

  

 

 

 

Stellungnahme zur Genehmigung des sogenannten Rückbaus von KKP1

Presse-Mitteilung der Anti-Atom-Ini Karlsruhe

 

Karlsruhe, den 14. April 2017

 

KKP 1 hat eine Rückbau-Genehmigung:

 

Wir lehnen diesen Billig-Abriss zu Lasten von Mensch und Natur ab!

Umweltministerium und EnBW feiern, wie sie uns Bürger und das Umweltverträglichkeitsrecht ausgebootet haben  ̶  Kumpanei zwischen Umweltministerium und EnBW zahlt sich aus

 

 

Warum sagen wir: Billig-Abriss zu Lasten von Mensch und Natur?

 

Weil das Umweltministerium der EnBW enorme Kosten erspart durch Abweichen vom Verursacherprinzip, vom Vorsorgeprinzip und vom Strahlen-Minimierungsgebot, denn es erlaubt der EnBW mit der Genehmigung vom 2017 beim Abriss des KKP 1:

 

Freisetzung in die Luft pro Jahr:

Gasförmige radioaktive Stoffe:

20.000.000.000.000 Becquerel

Aerosolförmige Radionuklide mit Halbwertszeiten von mehr als 8 Tagen:

10.000.000.000 Becquerel

Freisetzungen in den Rhein pro Jahr:

Tritium:

15.000.000.000.000 Becquerel

Sonstige Radionuklide:

9.500.000.000 Becquerel

Freisetzung per LKW auf die Deponien in  unserer Region:

ca. 6000 Tonnen radioaktiven Bauschutt

Freisetzung in das allgemeine Bauschutt- und Wertstoff-Recycling:

ca.323.000 Tonnen teilweise radioaktiven Bauschutt, Metallschrott usw.

(davon mit Radioaktivität aus dem AKW: vermutlich mehrere 10.000.000 kg)

Diese Freisetzungen von Radioaktivität und die damit verbundene Gefährdung von Mensch und Natur sind vermeidbar!

 

Der komplette Genehmigungsprozess für die 1. Stilllegungs- und Abbaugenehmigung des KKP 1 war unzureichend. Die vorgeschrieben Öffentlichkeitsbeteiligung wurde durch das Versagen des wesentlichen Teils des Abrisses nämlich ohne Auslegung und genaue Betrachtung der Atommüllbehandlungsanlagen zur Farce. . „SAL“ und „RBZ“ (Sonderabfalllager und Reststoffbehandlungszentrum) bekamen keine UVP, womit die genaue Kenntnis über Radioaktivität und den völlig anderen radiologischen Zusammensetzung der Isotope beim Abriss nicht behandelt und damit auch nicht öffentlich gemacht wurden. Die Art der Filter des Behandlungszentrums kennen wir trotz mehrfacher Nachfrage bis heute noch nicht.

 

Wir haben diese Kritik schon früher detailliert dargestellt, deshalb hier nur Stichworte: 

Unterlagen ohne Substanz, weil das Verfahren eingeleitet wurde, bevor die Details überhaupt feststanden, 

Abspaltung elementarer Teile des Abbauprojekts in Verwaltungsverfahren ohne Öffentlichkeit (z.B. Freigabe und Transporte) sowie 

separate Verfahren ohne Öffentlichkeit und ohne Umweltverträglichkeitsuntersuchung. 

 

Es gibt keine Deponie für die tausenden Tonnen von freigemessenen radioaktivbelasteten Betonmüll in Baden. Die Wege ins Schwabenland sind ebenfalls derzeit blockiert. 

Ferner verzichtet die von EnBW und Umweltministerium bevorzugte Auslegung des Strahlenschutz- und Atomrechts  aber auf die notwendige Anwendung von Verursacherprinzip, Vorsorgeprinzip und Minimierungsgebot, man beruft sich auf das dubiose 10 μSv-Konzept (μSv=Mikro-Sievert, Sievert ist das Maß für die biologische Strahlenbelastung). Das 10 μSv-Konzept beruht auf der Unterstellung, eine zusätzliche Strahlenbelastung von einigen 10 μSv sei für einen Menschen nur ein kleines zusätzliches Risiko und deshalb ohne Belang.

 

Für die Anti-Atom-Ini Karlsruhe erklärt Harry Block: „Wir lehnen diese ungerechtfertigte Zumutung der zusätzlichen Strahlenbelastung ab“.

Daneben hat das 10 μSv-Konzept gravierende weitere Schwächen, von denen das Umweltministerium systematisch ablenkt:

Die Einhaltung der 10 μSv lässt sich nicht messen, sondern ist reine Spekulation, denn es werden nur einzelne der radioaktiven Nuklide im Abrissmaterial gemessen, und der Rest ist fragwürdige Hochrechnerei. Dazu H. Block: „Jeder Kaffeesatz enthält mehr Wahrheit als das 10 μSv-Konzept“.

Und selbst wenn die Messungen und die Hochrechnungen zuträfen, bleibt es der eigentliche Skandal, dass wissentlich und vorsätzlich die Bevölkerung einer zusätzlichen Strahlenbelastung und Gesundheitsgefahr ausgesetzt wird. Vermutlich werden es pro Jahr ‚nur‘ wenige Menschen sein, die von Radioaktivität aus dem AKW-Abbau Krebs und andere Krankheiten bekommen, aber diese Krankheitsfälle wären vermeidbar, wenn EnBW und Umweltministerium ihrer Verantwortung nachkämen und für eine gesicherte Aufbewahrung des radioaktiven Materials sorgen würden.

„Freimessen“ und „Freigabe“ bedeuten nach dem Wortlaut der Strahlenschutzverordnung (§3), dass „radioaktive Stoffe“ durch einen „Verwaltungsakt“ „als nicht radioaktive Stoffe“ behandelt und nicht mehr überwacht werden. Sie sind also nicht frei von Strahlung, sondern nur frei von Überwachung, obwohl sie real physikalisch noch Radioaktivität aus dem AKW-Betrieb mitbringen und weiterhin biologisch schädlich wirksam sind.

 

Eine gesicherte Aufbewahrung des radioaktiven Materials aus dem AKW-Abbau ist möglich!

Warum erlaubt Minister Untersteller dennoch der EnBW dennoch die Freisetzung, obwohl er wie bei jedem Müllsünder auf das Verursacherprinzip zurückgreifen könnte? Wir wissen es nicht.

Das sind zwei Möglichkeiten zur gesicherten Aufbewahrung am AKW-Standort:

‚Stehenlassen nach Entkernung‘, also nur Entfernung der hoch-, mittel- und schwach-radioaktiven Komponenten, der gering radioaktive Rest wird vor Ort konserviert.

‚Vollständiger Rückbau mit Bau eines Müllbunkers‘, also gesicherte Aufbewahrung derjenigen Teile der AKW-Substanz in einem separaten Müllbunker, die eine restliche Radioaktivität aus dem AKW-Betrieb tragen.

 

Was der baden-württembergische Umweltminister und der Energiekonzern EnBW „vorführen, ist ein Spiel auf Zeit mit hohem atomaren Risiko“ (um eine Formulierung von Minister Untersteller zu Fessenheim aufzugreifen), denn mehr atomares Risiko konzentriert an einem Ort ist kaum vorstellbar: Risikobetrieb von KKP 2, Abriss von KKP 1, ein  Castor-Problemlager für hochaktiven Atommüll ohne Härtung! Das ist unverantwortlich

 

Unsere Forderungen:

Schnell abschalten, langsam abreißen  ̶  nicht umgekehrt!

KKP II muss abgeschaltet bleiben!

Gesicherte Lagerung des gesamten leicht radioaktiven Abrissmaterials am Standort  ̶  statt Recycling beim Bau oder als „Wertstoff“ oder Deponierung als Bauschutt!

Amphibienwanderung in Neureut beendet

Am 18.2.2017 wurden zum 26. Mal zwei Amphibienschutzzäune am Neureuter Rosenhofweg aufgebaut. Eine Kindergruppe des BUND, etliche Familien, viele neue und erfahrene Helfer waren im Einsatz. Im Anschluss wurden täglich die Fangkisten kontrolliert, die Erdkröten gezählt und 4 000 Tiere sicher Richtung Laichgewässer gebracht.

Hungersnot bei Insekten

Brief von NABU und BUND vom 16.1.2017 an

 

 

Herr Oberbürgermeister

Dr. Frank Mentrup

Rathaus am Marktplatz

76 133 Karlsruhe

 

 

Hungersnot bei unseren Insekten

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

im Oktober haben Wissenschaftler bei einer vom Naturkundemuseum Stuttgart und der Universität Hohenheim organisierten Fachtagung die "Resolution zum Schutz der mitteleuropäischen Insektenfauna, insbesondere der Wildbienen" verfasst. Beklagt wird in der Resolution unter anderem ein "extremer Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern, die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert ". 

 

Für den Ort Wöschbach, Gemeinde Pfinztal, liegen uns konkrete Zahlen vor: so konnten dort vor ca. 20 Jahren noch nahezu 100 Honigbienen-Völker gehalten werden, heute reicht das Angebot an Pollen und Nektar über das Sommerhalbjahr gerade noch für ca. 20 Bienenvölker. Für Karlsruhe dürfte es nicht viel besser aussehen. Neben der Honigbiene leiden auch Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und viele andere Insekten am Nahrungsmangel. Zu befürchten ist, dass ohne ein Gegensteuern unsere Landschaften in baldiger Zukunft weitgehend insektenfrei sein werden – mit dramatischen Folgen für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen sowie auch für unsere Vogelwelt. Gerade im Jahr 2016, als der Stieglitz Jahresvogel war, wurde die Problematik sowohl von den Verbänden als auch in den Medien beschrieben und Gegenmaßnahmen 

insbesondere in den  kommunalen Zuständigkeitsbereichen gefordert.


Auf der Gemarkung Karlsruhe fällt den  Naturschutzverbänden immer wieder auf, dass weitestgehend großflächig abgemäht wird, auch wenn an manchen Stellen kleinere blühende Bereiche stehen gelassen werden. Dies betrifft sowohl Flächen innerhalb der Bebauung als auch solche in Feld und Flur und an den Fließgewässern. Selbst erste Blühflächen, die mit Steinklee bestanden sind, werden früh abgemäht -  für die Bienen und vor allem auch Hummeln unverzichtbare Nahrungsquellen, die damit  auf einen Schlag für die Insekten entfallen. Dazu kommt, dass das Mähgut liegen bleibt und das Mulchmaterial den Aufwuchs von blühenden Wildkräutern weitgehend unterdrückt; es können nur noch wuchsstarke Gräser nachwachsen. 

 

Ebenso sollten weitaus mehr Flächen festgelegt werden, die weniger oft gemäht werden. Dies betrifft z.B. Grasflächen auf dem Gelände des Klärwerks und der Wasserwerke sowie die Hardtwaldränder entlang der Radwege. 

 

Innerstädtische Blumenbepflanzungen dienen oft hauptsächlich nur dem menschlichen Auge, zumindest mehrheitlich sollten hier pollen- und nektarreiche Pflanzen verwendet werden, die der Schönheit keinen Abbruch tun. Auch muss es möglich sein, an bestimmten Stellen Stauden, z.B. Königskerzen, stehen zu lassen, damit die Larven im nächsten Frühling schlüpfen können.  

 

Wir begrüßen das Anliegen der Stadt Karlsruhe, die Bürgerinnen und Bürger für die Pflanzung insektenfreundlicher Pflanzen zu gewinnen. Dies reicht aber nicht aus. Die Stadtverwaltung mit den Ämtern Gartenbauamt, Liegenschaftsamt, Tiefbauamt und Forstverwaltung ist gefordert, deutlich mehr zu tun. Der Kostenfaktor muss eine geringere Rolle spielen als bisher, schließlich geht es auch ganz konkret um die Lebensmittelproduktion.

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit demselben Schreiben haben wir uns an die Fraktionen des Gemeinderates gewandt mit der Bitte, einen entsprechenden Antrag einzubringen und die Ämter zu einer langfristig angelegten, nachhaltigeren Pflegestrategie zu veranlassen. Die Frage ist nicht: was wird schon getan, sondern: was kann verbessert werden?    

 

In diesem Sinn bitten wir auch Sie, unser Anliegen zu unterstützen.

 

 

Aktuelle Nachrichten und Pressemitteilungen

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Kurzer Abriss der Lagerung von hoch- und mittelaktiven Atommüll im KIT Nord

 

 

 

 

Im Norden von Karlsruhe, in der Nähe der kleinen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, liegt das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-Nord).

Nach 23 Jahren Wiederaufarbeitung steht hier das nun größte oberirdische Zwischenlager der Republik mit Zigtausend Fässern Atommüll. Fast 1.700 davon sind rostig. Dennoch sind weitere Hallen für noch mehr Strahlenmüll geplant. Und ungeachtet der Entsorgungs-Probleme vor der eigenen Haustür forscht man fleißig weiter an einem Atomreaktor der „IV. Generation“

 Das KIT-Nord wurde 1956 gegründet und betrieb mehrere Forschungsreaktoren. Darunter den Forschungsreaktor 2 (FR 2) als ersten in Eigenbau realisierten deutschen Natururanreaktor, den Brutreaktor-Prototyp „Kompakte Natriumgekühlte

Kernreaktoranlage“ (KNK II – der erste hatte vor seiner Beladung mit Brennstäben einen Natriumbrand), die 1990 stillgelegte Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) sowie den Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR).

In der WAK wurde die Technologie erprobt, die später einmal im bayerischen Wackersdorf kommerziell genutzt werden sollte. Daraus wurde dort aber nichts, weil der Widerstand der Bevölkerung zu stark war. 1991 war in Karlsruhe Schluss mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben. Übrig blieben 70.000 Liter hochradioaktive Flüssigabfällle, „High Activ Waste Concentrate“ (HAWC) genannt, die zwischen September 2009 und November 2010 in der eigens dafür gebauten Verglasungsanlage bearbeitet, verglast und in sogenannte Kokillen gefüllt wurden. Diese, immer noch hochradioaktiv, wurden dann in Castor-Behältern nach Lubmin gebracht.

Der Rückbau der kerntechnischen Versuchsanlagen am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) geschah bis zum Jahr 2009 in der Verantwortung des KfK durch den "Geschäftsbereich Stilllegung". Bei der Gründung des "Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)" ging dieser Geschäftsbereich in die "WAK GmbH" über, einem Tochterunternehmen der "Energiewerke Nord GmbH (EWN)". Im Februar 2017 wurde aus der WAK GmbH die Firma "Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)". Seither sind die über 1.000 Beschäftigten mit dem weiteren Abriss der Atomreaktoren und der WAK beschäftigt.

 

• Bau des ersten Atommüll-Lagers: 1958

• Reaktion auf zu hohe Strahlungswerte 1974:

Zaun wird weiter nach außen versetzt

• Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle heute: 6

• Gelagerte Atommüll-Menge (Oktober 2012): 67.200 m.

• Lagerkapazität: 78.000 m.

• Erweiterung beantragt um: 30.000 m.

• Hoffnung: Einlagerung in „Schacht Konrad“ ab 2023

• „Wiederaufarbeitungsanlage“ Karlsruhe (WAK): 1971–1990

• Baukosten: ca. 30 Mio. €

• Angefallene hochradioaktive „Atomsuppe“: 70.000 Liter

• Bisherige „Lösung“ dafür: Verglasung und Abtransport ins

Zwischenlager Lubmin

 

 

 

Plakat: "BUND macht die Region Karlsruhe bunt"
BUND macht die Region Karlsruhe bunt [für Projekte Bild anklicken]

Willkommen beim BUND Ortsverband Karlsruhe

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich die ehrenamtlich Aktiven des Ortsverbandes Karlsruhe für Natur- und Umweltschutz ein. Schon 1978 gründete sich eine Kreisgruppe, die zunächst für den Stadt- und Landkreis zuständig war. In den kommenden Jahren entstanden auch in umliegenden Gemeinden aktive BUND-Gruppen, so dass sich seit 1983 die Karlsruher Gruppe nur im Stadtgebiet engagierte. Aktuell wird die Ortsgruppe von 1041 Mitgliedern und 1267 Förderern mit Wohnort in Karlsruhe unterstützt.

Unser aktuelles Jahresthema lautet: Plastikvermeidung in Karlsruhe

Zur Zeit arbeiten wir mit im Naturschutzbeirat, der AG Burgau, der AG Alter Flugplatz, dem Projekt „Hitze in der Stadt“ und beim Wettbewerb "Grünes Karlsruhe".



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Suche