BUND engagiert sich gegen Plastikflut auf Wochenmarkt

BUND Ortsverband Karlsruhe informiert über Plastikflut – Infostand auf dem Markt am Gutenbergplatz am Samstag, den 11.10.2014

Am Samstag, 11. Oktober, informiert der Ortsverband Karlsruhe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf dem Gutenbergmarkt über die alltägliche Plastikflut und das damit einhergehende Müllproblem. Der BUND Karlsruhe ruft dazu auf, Plastikverpackungen weit möglichst zu vermeiden, Plastiktüten gar nicht oder zumindest mehrfach zu nutzen, kleine Papiertüten anstatt Plastikbeutel befüllen zu lassen und Nachfüllpackungen zu verwenden. Außerdem ruft der BUND den Gemeinderat auf, eine entsprechende Marktordnung zu erlassen, mit der die Plastiktütenflut eingedämmt werden kann.

Im Fokus auf dem Markt wird der meist einmalige Gebrauch von Plastiktüten stehen. Hierzu informiert der BUND Ortsverband Karlsruhe: „Jede Minute wird in Deutschland die gigantische Menge von 11.700 Plastiktüten verbraucht. Ein Großteil dieses Mülls wird verbrannt und setzt bei der Verbrennung gesundheitsgefährdende Aromaten frei. Die Zusatzstoffe im Plastik sind nicht fest gebunden und können mit der Zeit an die Umwelt abgegeben werden. Mit einer Langlebigkeit von etwa 300 – 450 Jahren sind die Folgen katastrophal, die Plastikmüll in den Meeren anrichtet. Schätzungen zufolge kommen in den Weltmeeren bereits auf ein Kilogramm Plankton sechs Kilogramm Kunststoff. Die Meerestiere verwechseln die kleinen Kunststoffteilchen mit ihrer natürlichen Nahrung. Dadurch sterben jährlich mehrere Hunderttausend Meeresbewohner oder verenden qualvoll, weil sie sich in Plastikfragmenten verfangen.“


Unser Flugblatt zum Thema


Eine Petition zur Umweltabgabe auf Plastikmüll.



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

Kurzer Abriss der Lagerung von hoch- und mittelaktiven Atommüll im KIT Nord

 

 

 

 

Im Norden von Karlsruhe, in der Nähe der kleinen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, liegt das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-Nord).

Nach 23 Jahren Wiederaufarbeitung steht hier das nun größte oberirdische Zwischenlager der Republik mit Zigtausend Fässern Atommüll. Fast 1.700 davon sind rostig. Dennoch sind weitere Hallen für noch mehr Strahlenmüll geplant. Und ungeachtet der Entsorgungs-Probleme vor der eigenen Haustür forscht man fleißig weiter an einem Atomreaktor der „IV. Generation“

 Das KIT-Nord wurde 1956 gegründet und betrieb mehrere Forschungsreaktoren. Darunter den Forschungsreaktor 2 (FR 2) als ersten in Eigenbau realisierten deutschen Natururanreaktor, den Brutreaktor-Prototyp „Kompakte Natriumgekühlte

Kernreaktoranlage“ (KNK II – der erste hatte vor seiner Beladung mit Brennstäben einen Natriumbrand), die 1990 stillgelegte Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) sowie den Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR).

In der WAK wurde die Technologie erprobt, die später einmal im bayerischen Wackersdorf kommerziell genutzt werden sollte. Daraus wurde dort aber nichts, weil der Widerstand der Bevölkerung zu stark war. 1991 war in Karlsruhe Schluss mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben. Übrig blieben 70.000 Liter hochradioaktive Flüssigabfällle, „High Activ Waste Concentrate“ (HAWC) genannt, die zwischen September 2009 und November 2010 in der eigens dafür gebauten Verglasungsanlage bearbeitet, verglast und in sogenannte Kokillen gefüllt wurden. Diese, immer noch hochradioaktiv, wurden dann in Castor-Behältern nach Lubmin gebracht.

Der Rückbau der kerntechnischen Versuchsanlagen am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) geschah bis zum Jahr 2009 in der Verantwortung des KfK durch den "Geschäftsbereich Stilllegung". Bei der Gründung des "Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)" ging dieser Geschäftsbereich in die "WAK GmbH" über, einem Tochterunternehmen der "Energiewerke Nord GmbH (EWN)". Im Februar 2017 wurde aus der WAK GmbH die Firma "Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)". Seither sind die über 1.000 Beschäftigten mit dem weiteren Abriss der Atomreaktoren und der WAK beschäftigt.

 

• Bau des ersten Atommüll-Lagers: 1958

• Reaktion auf zu hohe Strahlungswerte 1974:

Zaun wird weiter nach außen versetzt

• Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle heute: 6

• Gelagerte Atommüll-Menge (Oktober 2012): 67.200 m.

• Lagerkapazität: 78.000 m.

• Erweiterung beantragt um: 30.000 m.

• Hoffnung: Einlagerung in „Schacht Konrad“ ab 2023

• „Wiederaufarbeitungsanlage“ Karlsruhe (WAK): 1971–1990

• Baukosten: ca. 30 Mio. €

• Angefallene hochradioaktive „Atomsuppe“: 70.000 Liter

• Bisherige „Lösung“ dafür: Verglasung und Abtransport ins

Zwischenlager Lubmin

 

 

 

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Mehr Schadstoffe in Karlsruhe durch Kohlekraftwerk

Suche