23. Januar 2012

BUND startet Mitgliederoffensive im Raum Karlsruhe

Karlsruhe. Eine „Mitgliederoffensive“ startet der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 23. Januar 2012 in Karlsruhe. Ehrgeiziges Ziel ist es, in den kommenden Wochen in Stadt- und Landkreis Karlsruhe mehr als 1000 neue Mitglieder und Förderer zu gewinnen. Ein Team von Studierenden aus ganz Deutschland wird zu diesem Zweck Bürgerinnen und Bürger an der Haustüre ansprechen und versuchen, diese für ein Engagement für den BUND zu gewinnen.

„Bei der Mitglieder- und Fördererwerbung setzen wir ganz bewusst auf professionelle Hilfe“, betont Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer des BUND. „Unsere ehren-amtlichen Aktiven sind Experten für Umwelt und Naturschutz und bringen enormen Einsatz für den Erhalt der Natur – für gezielte Mitgliederwerbung bleibt da keine Zeit.“ Um die finanzielle Unabhängigkeit des BUND für die Zukunft zu sichern aber auch um neue Aktive für unsere BUND-Gruppen zu gewinnen, arbeitet der BUND deshalb schon seit vielen Jahren mit der Firma Wesser zusammen. „Dieser Partner stellt für uns Teams von Studierenden zusammen, die innerhalb kurzer Zeit viel für uns erreichen und für sich damit Geld fürs Studium verdienen“, erläutert Weinrebe.

Derzeit unterstützen den BUND in der Region Mittlerer Oberrhein mehr als 5000 Mitglieder und Förderer, im Stadtgebiet Karlsruhe sind es rund 1800. Die BUND-Aktiven arbeiten in 13 aktiven BUND-Gruppen zusammen, engagieren sich in Projekt-Teams oder in der Betreuung von Kindergruppen. „Mit der Rheinbrücke, der Durchsetzung eines konsequenten Atomausstiegs oder dem „Rettungsnetz für die Wildkatze“ – um nur drei Beispiele zu nennen – sind unsere Aktiven stark gefordert. Es mangelt nicht an Themen, sondern wir wünschen uns noch mehr starke Schultern, um die Aufgaben des BUND als Anwalt von Umwelt und Natur gemeinsam noch besser ausfüllen zu können“, kommentiert Weinrebe.

Rückfragen zur Mitgliederoffensive des BUND beantwortet die BUND-Regionalgeschäftsstelle in der Waldhornstraße 25 unter Telefon 0721 358582.

Hartmut Weinrebe - Regionalgeschäftsführer
BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein
Telefon: 0721 358582
E-Mail: bund.mittlerer-oberrhein@bund.net

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.

Pressemitteilung 101206

 

Stuttgart, den 6. Dezember 2010

 

LNV sorgt sich um Bäume und Boden unserer Städte:

Ungezügelter Streusalzeinsatz feiert fröhliche Urständ!

Bürger und Kommunen sollen wieder mehr umweltfreundliche Streumittel verwenden

 

In den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war man sich nach breiter öffentlicher Debatte einig: Streusalz schädigt die Umwelt! Sein Einsatz wurde daraufhin erfolgreich auf ein Mindestmaß reduziert. Doch diese positive Neuerung scheint heute wieder in Vergessenheit geraten zu sein: An den Pforten fast aller Verbrauchermärkte stapeln sich Paletten voller Salz, gleichzeitig verabschieden  sich immer mehr Kommunen von ihren eigenen Beschlüssen und heben ihr Streusalzverbot wieder auf. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) fordert deswegen Bürger wie Kommunalverwaltungen auf, sich auf die alten, nach wie vor gültigen Erkenntnisse rückzubesinnen und vor allem abseits der Straßen auf Streusalz zu verzichten.

Es waren – so die Einschätzung des LNV - die milden Winter der letzten zwei Jahrzehnte, die in Sachen Streugut zu einem Verlust des Umweltbewusstseins geführt haben:  Die Notwendigkeit zu streuen war oft auf nur wenige Frosttage begrenzt – und für diese kurze Zeitdauer glaubte man, der Natur das „bequeme“ Streusalz zumuten zu können.

Spätestens im letzten Winter war man allerdings wieder mit der alten Situation konfrontiert – und auch dieses Jahr scheint die „kalte Jahreszeit“ ihrem Namen Ehre zu machen. Der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret macht sich deswegen Sorgen, dass bei vielen der in den letzten Jahren zur Freude der Allgemeinheit  gepflanzten Straßenbäumen wieder starke Schäden drohen. Er hat es noch selbst miterlebt, wie vor 30 Jahren straßennah wachsende Bäume im Sommer hundertfach vertrocknet sind.

Ursache und Wirkung für dieses spezielle Baumsterben gelten auch heute unverändert: Das im Boden nicht abbaubare Streusalz verändert dort die stoffliche Zusammensetzung derart, dass die empfindlichen Feinwurzeln der Pflanzen geschädigt werden. In der Folge gelingt es insbesondere Bäumen nicht mehr, ihre Krone an warmen Sommertagen ausreichend mit Wasser zu versorgen – Blätter und Zweige sterben ab.

Vor allem auf Gehsteigen und in Parkanlagen muss – so der LNV-Chef - also wieder mehr „Umwelt-Disziplin“ herrschen: Denn hier sickert ein Großteil des mit Salz belas­te­ten Schmelzwassers in das benachbarte Erdreich und gelangt so direkt zu den Wur­zeln. Darum sollten hier nur salzfreie Mittel wie Sand und Splitt zum Einsatz kom­men. Nur bei Eis- bzw. gefrierendem Regen, wo salzfreies Streugut unbefriedigend wirkt, empfiehlt der LNV ausnahmsweise ein Splitt-Salz-Gemisch zu verwenden.

Anders als auf Gehsteigen fließt das Schmelzwasser der Straßen meist ohne Boden- und Wurzelkontakt in die Kanalisation. Höhere Konzentrationen schädigen jedoch auch auf diesem Weg Kläranlagen und Fließgewässer. Infolgedessen sollte auch für die Streu­diens­te der Straßenmeistereien ein Minimierungsgebot gelten.

Den Anwendern von Sand und Splitt empfiehlt der LNV übrigens, das Streugut nach Ende einer Frostperiode zusammenzukehren und aufzunehmen. Dann verstopft es nicht die Kanalisation. Man kann es problemlos im Garten entsorgen – oder sogar im nächsten Winter wieder verwenden. Diese kleine Mühe – so Reiner Ehret – sollte uns das Grün vor unseren Häusern Wert sein.

 

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Für Rückfragen steht Ihnen der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret (Fon 07661/988828) und die LNV-Geschäftsstelle (Fon 0711/24 89 55 -20, Fax –30, E-mail info@lnv-bw.de) zur Verfügung.

 

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) ist Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg. In ihm sind 33 Vereine mit ca. 540.000 Mitgliedern organisiert. Er ist gemäß Naturschutzgesetz nach § 67 anerkannter Naturschutzverein und vertritt nach § 66 Abs. 3 die Natur- und Umweltschutzvereine des Landes.  



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