Einladung zum BUND-Treffen

Nur auf dem Bild herrscht gähnende Leere

Du warst noch nie beim BUND, interessierst dich aber für den Natur- und Umweltschutz. Dann schau doch einfach bei unserem monatlichen Treffen vorbei. Da besprechen wir aktuelle Aktionen und die Entwicklung in der Region Karlsruhe.
Wir treffen uns immer am 3. Montag im Monat. Unser nächstes Treffen findet

  • am Montag, den 19. Juni 2017 , um 19:00 Uhr

in der BUND-Regionalgeschäftsstelle in der Waldhornstraße 25 statt.

Du bist herzlich eingeladen! 

Aufruf: BUND Karlsruhe unterstützt Demonstration am 3. Juni 2017 gegen den Aufmarsch der ´Rechten´ in Durlach.

Stellungnahme zur Genehmigung des sogenannten Rückbaus von KKP1

Presse-Mitteilung der Anti-Atom-Ini Karlsruhe

 

Karlsruhe, den 14. April 2017

 

KKP 1 hat eine Rückbau-Genehmigung:

 

Wir lehnen diesen Billig-Abriss zu Lasten von Mensch und Natur ab!

Umweltministerium und EnBW feiern, wie sie uns Bürger und das Umweltverträglichkeitsrecht ausgebootet haben  ̶  Kumpanei zwischen Umweltministerium und EnBW zahlt sich aus

 

 

Warum sagen wir: Billig-Abriss zu Lasten von Mensch und Natur?

 

Weil das Umweltministerium der EnBW enorme Kosten erspart durch Abweichen vom Verursacherprinzip, vom Vorsorgeprinzip und vom Strahlen-Minimierungsgebot, denn es erlaubt der EnBW mit der Genehmigung vom 2017 beim Abriss des KKP 1:

 

Freisetzung in die Luft pro Jahr:

Gasförmige radioaktive Stoffe:

20.000.000.000.000 Becquerel

Aerosolförmige Radionuklide mit Halbwertszeiten von mehr als 8 Tagen:

10.000.000.000 Becquerel

Freisetzungen in den Rhein pro Jahr:

Tritium:

15.000.000.000.000 Becquerel

Sonstige Radionuklide:

9.500.000.000 Becquerel

Freisetzung per LKW auf die Deponien in  unserer Region:

ca. 6000 Tonnen radioaktiven Bauschutt

Freisetzung in das allgemeine Bauschutt- und Wertstoff-Recycling:

ca.323.000 Tonnen teilweise radioaktiven Bauschutt, Metallschrott usw.

(davon mit Radioaktivität aus dem AKW: vermutlich mehrere 10.000.000 kg)

Diese Freisetzungen von Radioaktivität und die damit verbundene Gefährdung von Mensch und Natur sind vermeidbar!

 

Der komplette Genehmigungsprozess für die 1. Stilllegungs- und Abbaugenehmigung des KKP 1 war unzureichend. Die vorgeschrieben Öffentlichkeitsbeteiligung wurde durch das Versagen des wesentlichen Teils des Abrisses nämlich ohne Auslegung und genaue Betrachtung der Atommüllbehandlungsanlagen zur Farce. . „SAL“ und „RBZ“ (Sonderabfalllager und Reststoffbehandlungszentrum) bekamen keine UVP, womit die genaue Kenntnis über Radioaktivität und den völlig anderen radiologischen Zusammensetzung der Isotope beim Abriss nicht behandelt und damit auch nicht öffentlich gemacht wurden. Die Art der Filter des Behandlungszentrums kennen wir trotz mehrfacher Nachfrage bis heute noch nicht.

 

Wir haben diese Kritik schon früher detailliert dargestellt, deshalb hier nur Stichworte:

Unterlagen ohne Substanz, weil das Verfahren eingeleitet wurde, bevor die Details überhaupt feststanden,

Abspaltung elementarer Teile des Abbauprojekts in Verwaltungsverfahren ohne Öffentlichkeit (z.B. Freigabe und Transporte) sowie

separate Verfahren ohne Öffentlichkeit und ohne Umweltverträglichkeitsuntersuchung.

 

Es gibt keine Deponie für die tausenden Tonnen von freigemessenen radioaktivbelasteten Betonmüll in Baden. Die Wege ins Schwabenland sind ebenfalls derzeit blockiert.

Ferner verzichtet die von EnBW und Umweltministerium bevorzugte Auslegung des Strahlenschutz- und Atomrechts  aber auf die notwendige Anwendung von Verursacherprinzip, Vorsorgeprinzip und Minimierungsgebot, man beruft sich auf das dubiose 10 μSv-Konzept (μSv=Mikro-Sievert, Sievert ist das Maß für die biologische Strahlenbelastung). Das 10 μSv-Konzept beruht auf der Unterstellung, eine zusätzliche Strahlenbelastung von einigen 10 μSv sei für einen Menschen nur ein kleines zusätzliches Risiko und deshalb ohne Belang.

 

Für die Anti-Atom-Ini Karlsruhe erklärt Harry Block: „Wir lehnen diese ungerechtfertigte Zumutung der zusätzlichen Strahlenbelastung ab“.

Daneben hat das 10 μSv-Konzept gravierende weitere Schwächen, von denen das Umweltministerium systematisch ablenkt:

Die Einhaltung der 10 μSv lässt sich nicht messen, sondern ist reine Spekulation, denn es werden nur einzelne der radioaktiven Nuklide im Abrissmaterial gemessen, und der Rest ist fragwürdige Hochrechnerei. Dazu H. Block: „Jeder Kaffeesatz enthält mehr Wahrheit als das 10 μSv-Konzept“.

Und selbst wenn die Messungen und die Hochrechnungen zuträfen, bleibt es der eigentliche Skandal, dass wissentlich und vorsätzlich die Bevölkerung einer zusätzlichen Strahlenbelastung und Gesundheitsgefahr ausgesetzt wird. Vermutlich werden es pro Jahr ‚nur‘ wenige Menschen sein, die von Radioaktivität aus dem AKW-Abbau Krebs und andere Krankheiten bekommen, aber diese Krankheitsfälle wären vermeidbar, wenn EnBW und Umweltministerium ihrer Verantwortung nachkämen und für eine gesicherte Aufbewahrung des radioaktiven Materials sorgen würden.

„Freimessen“ und „Freigabe“ bedeuten nach dem Wortlaut der Strahlenschutzverordnung (§3), dass „radioaktive Stoffe“ durch einen „Verwaltungsakt“ „als nicht radioaktive Stoffe“ behandelt und nicht mehr überwacht werden. Sie sind also nicht frei von Strahlung, sondern nur frei von Überwachung, obwohl sie real physikalisch noch Radioaktivität aus dem AKW-Betrieb mitbringen und weiterhin biologisch schädlich wirksam sind.

 

Eine gesicherte Aufbewahrung des radioaktiven Materials aus dem AKW-Abbau ist möglich!

Warum erlaubt Minister Untersteller dennoch der EnBW dennoch die Freisetzung, obwohl er wie bei jedem Müllsünder auf das Verursacherprinzip zurückgreifen könnte? Wir wissen es nicht.

Das sind zwei Möglichkeiten zur gesicherten Aufbewahrung am AKW-Standort:

- ‚Stehenlassen nach Entkernung‘, also nur Entfernung der hoch-, mittel- und schwach-radioaktiven Komponenten, der gering radioaktive Rest wird vor Ort konserviert.

- ‚Vollständiger Rückbau mit Bau eines Müllbunkers‘, also gesicherte Aufbewahrung derjenigen Teile der AKW-Substanz in einem separaten Müllbunker, die eine restliche Radioaktivität aus dem AKW-Betrieb tragen.

 

Was der baden-württembergische Umweltminister und der Energiekonzern EnBW „vorführen, ist ein Spiel auf Zeit mit hohem atomaren Risiko“ (um eine Formulierung von Minister Untersteller zu Fessenheim aufzugreifen), denn mehr atomares Risiko konzentriert an einem Ort ist kaum vorstellbar: Risikobetrieb von KKP 2, Abriss von KKP 1, ein  Castor-Problemlager für hochaktiven Atommüll ohne Härtung! Das ist unverantwortlich.

 

Unsere Forderungen:

Schnell abschalten, langsam abreißen  ̶  nicht umgekehrt!

KKP II muss abgeschaltet bleiben!

Gesicherte Lagerung des gesamten leicht radioaktiven Abrissmaterials am Standort  ̶  statt Recycling beim Bau oder als „Wertstoff“ oder Deponierung als Bauschutt!

 

Einwendung erfolgt: Stadtwerke KA tauschen Ölkessel im Heizkraftwerk West aus.

 

Wir haben den Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung

für den Ersatz von Kessel 3 im Heizkraftwerk West (HKW) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Karlsruhe auf dem Betriebsgelände des Heizkraftwerkes West, Honsellstraße, geprüft und fristgerecht bewertet.

Die Stadtwerke beabsichtigen, den bestehenden, mit Heizöl betriebenen Kessel 3 abzubauen und zu ersetzen. Diese Maßnahme beruht aber nicht auf Einsicht in den umweltfreundlicheren Brennstoff Gas. Block 3 erfüllt die aktuell vorgegebenen Emissionsanforderungen der 13. BImSchV nicht und steht deshalb lediglich mit reduzierter Feuerungswärmeleistung für den Notfallbetrieb mit begrenzter Leistung zur Verfügung. Er muss also durch zwei erdgasbetriebene Kessel mit je 70 MW Feuerungswärmeleistung ersetzt werden. Als Begründung wird die Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe angegeben, weil das „HKW-West die Zentrale für die Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe ist.“

 

 

Die Stadtwerke loben sich im  Sinne ihrer Unternehmensrichtlinien, eine Öffentlichkeitsbeteiligung  gemäß § 16 (1) BImSchG gewählt haben. Die gesamte Feuerungswärmeleistung der erdgasbetriebenen Kesselanlage liegt im Planzustand bei 354 MW (d.h., die FWL des HKW wird von derzeit 314 MW auf zukünftig 354 MW erhöht), so dass die Anlage gemäß der Zuordnung zu Nr. 1.1.1 (X) grundsätzlich „UVP-pflichtig“ ist. Dies wird jedoch dann vom Gutachter TÜV als nicht notwendig bezeichnet.

Der Standort existiert seit 1901. Noch nie wurde für diesen Standort eine UVP erstellt, die die Gesamtheit, die mit der Fernwärme in Karlsruhe einhergehenden Emissionen in ihrer Gesamtheit betrachtet. Diese fordern wir. Die Mär von der sauberen Fernwärme würde dadurch deutlich werden. Denn diese wird zu 32 % von der MiRO und zu 57 % von RDK bezogen. Die dazu notwendigen Anlagen geben nicht nur Stickoxide (MiRO = 2.560.000 kg, RDK = 1.290.000 kg), sondern auch hochgiftige lungengängige Feinststäube in die Atmosphäre ab, die anteilsmäßig auch der Fernwärme geschuldet sind.

Würde man alle in dem vom TÜV untersuchten 7km-Radius-Emittenten um das Rheinhafenkraftwerk in eine UVP heranziehen, bewerten und kritisch als Gesamtanlage beleuchten, so würde das Ergebnis so lauten: Die im Untersuchungsraum untersuchten Anlagen führen zu irreversiblen, grenzüberschreitenden und erheblich nachteiligen Auswirkungen auf alle Umweltschutzgüter.

 

Für unsere  geforderten  niedrigen Werte bezüglich Kohlenstoff und Stickoxiden ziehen wir als Begründung die Daten der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg heran, die mehrere Überschreitungen bei Staub und  Stickoxiden in der Region Karlsruhe aufweisen.

Wir fordern beim Einsatz von Gas:

 70 mg Stickoxide pro Kubikmeter.

Diese Werte unterschreiten die gesetzlichen Vorschriften, sind aber   das zeigt das im Dezember 2016 neugenehmigte Gaskraftwerk der EnBW in Stuttgart  möglich.

  

In unserer Stellungnahme (s.Anhang) weisen wir ferner noch auf weitere Probleme der Genehmigung hin.

Auch die ökologischen und ökonomischen Nachteile der Fernwärme werden von uns aufgezeigt.  Vor allem wollen wir keine Auskopplung derselben aus dem alten Steinkohleblock RDK 7 der EnBW. In Neubaugebieten, die nicht nahe am Fernwärmenetz liegen, sollen nur noch erneuerbare Energieträger die Wärme in Nahwärmeerzeugungsanlagen in Karlsruhe bereitstellen.

 

  

 

 

 

Amphibienwanderung in Neureut beendet

Am 18.2.2017 wurden zum 26. Mal zwei Amphibienschutzzäune am Neureuter Rosenhofweg aufgebaut. Eine Kindergruppe des BUND, etliche Familien, viele neue und erfahrene Helfer waren im Einsatz. Im Anschluss wurden täglich die Fangkisten kontrolliert, die Erdkröten gezählt und 4 000 Tiere sicher Richtung Laichgewässer gebracht.

Hungersnot bei Insekten

Brief von NABU und BUND vom 16.1.2017 an

 

 

Herr Oberbürgermeister

Dr. Frank Mentrup

Rathaus am Marktplatz

76 133 Karlsruhe

 

 

Hungersnot bei unseren Insekten

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

im Oktober haben Wissenschaftler bei einer vom Naturkundemuseum Stuttgart und der Universität Hohenheim organisierten Fachtagung die "Resolution zum Schutz der mitteleuropäischen Insektenfauna, insbesondere der Wildbienen" verfasst. Beklagt wird in der Resolution unter anderem ein "extremer Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern, die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert ". 

 

Für den Ort Wöschbach, Gemeinde Pfinztal, liegen uns konkrete Zahlen vor: so konnten dort vor ca. 20 Jahren noch nahezu 100 Honigbienen-Völker gehalten werden, heute reicht das Angebot an Pollen und Nektar über das Sommerhalbjahr gerade noch für ca. 20 Bienenvölker. Für Karlsruhe dürfte es nicht viel besser aussehen. Neben der Honigbiene leiden auch Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und viele andere Insekten am Nahrungsmangel. Zu befürchten ist, dass ohne ein Gegensteuern unsere Landschaften in baldiger Zukunft weitgehend insektenfrei sein werden – mit dramatischen Folgen für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen sowie auch für unsere Vogelwelt. Gerade im Jahr 2016, als der Stieglitz Jahresvogel war, wurde die Problematik sowohl von den Verbänden als auch in den Medien beschrieben und Gegenmaßnahmen 

insbesondere in den  kommunalen Zuständigkeitsbereichen gefordert.


Auf der Gemarkung Karlsruhe fällt den  Naturschutzverbänden immer wieder auf, dass weitestgehend großflächig abgemäht wird, auch wenn an manchen Stellen kleinere blühende Bereiche stehen gelassen werden. Dies betrifft sowohl Flächen innerhalb der Bebauung als auch solche in Feld und Flur und an den Fließgewässern. Selbst erste Blühflächen, die mit Steinklee bestanden sind, werden früh abgemäht -  für die Bienen und vor allem auch Hummeln unverzichtbare Nahrungsquellen, die damit  auf einen Schlag für die Insekten entfallen. Dazu kommt, dass das Mähgut liegen bleibt und das Mulchmaterial den Aufwuchs von blühenden Wildkräutern weitgehend unterdrückt; es können nur noch wuchsstarke Gräser nachwachsen. 

 

Ebenso sollten weitaus mehr Flächen festgelegt werden, die weniger oft gemäht werden. Dies betrifft z.B. Grasflächen auf dem Gelände des Klärwerks und der Wasserwerke sowie die Hardtwaldränder entlang der Radwege. 

 

Innerstädtische Blumenbepflanzungen dienen oft hauptsächlich nur dem menschlichen Auge, zumindest mehrheitlich sollten hier pollen- und nektarreiche Pflanzen verwendet werden, die der Schönheit keinen Abbruch tun. Auch muss es möglich sein, an bestimmten Stellen Stauden, z.B. Königskerzen, stehen zu lassen, damit die Larven im nächsten Frühling schlüpfen können.  

 

Wir begrüßen das Anliegen der Stadt Karlsruhe, die Bürgerinnen und Bürger für die Pflanzung insektenfreundlicher Pflanzen zu gewinnen. Dies reicht aber nicht aus. Die Stadtverwaltung mit den Ämtern Gartenbauamt, Liegenschaftsamt, Tiefbauamt und Forstverwaltung ist gefordert, deutlich mehr zu tun. Der Kostenfaktor muss eine geringere Rolle spielen als bisher, schließlich geht es auch ganz konkret um die Lebensmittelproduktion.

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit demselben Schreiben haben wir uns an die Fraktionen des Gemeinderates gewandt mit der Bitte, einen entsprechenden Antrag einzubringen und die Ämter zu einer langfristig angelegten, nachhaltigeren Pflegestrategie zu veranlassen. Die Frage ist nicht: was wird schon getan, sondern: was kann verbessert werden?    

 

In diesem Sinn bitten wir auch Sie, unser Anliegen zu unterstützen.

 

 

Aktuelle Nachrichten und Pressemitteilungen

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Willkommen beim BUND Ortsverband Karlsruhe

Seit mehr als 30 Jahren setzen sich die ehrenamtlich Aktiven des Ortsverbandes Karlsruhe für Natur- und Umweltschutz ein. Schon 1978 gründete sich eine Kreisgruppe, die zunächst für den Stadt- und Landkreis zuständig war. In den kommenden Jahren entstanden auch in umliegenden Gemeinden aktive BUND-Gruppen, so dass sich seit 1983 die Karlsruher Gruppe nur im Stadtgebiet engagierte. Aktuell wird die Ortsgruppe von 1041 Mitgliedern und 1267 Förderern mit Wohnort in Karlsruhe unterstützt.

Unser aktuelles Jahresthema lautet: Plastikvermeidung in Karlsruhe

Zur Zeit arbeiten wir mit im Naturschutzbeirat, der AG Burgau, der AG Alter Flugplatz, dem Projekt „Hitze in der Stadt“ und beim Wettbewerb "Grünes Karlsruhe".



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

Kurzer Abriss der Lagerung von hoch- und mittelaktiven Atommüll im KIT Nord

 

 

 

 

Im Norden von Karlsruhe, in der Nähe der kleinen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, liegt das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-Nord).

Nach 23 Jahren Wiederaufarbeitung steht hier das nun größte oberirdische Zwischenlager der Republik mit Zigtausend Fässern Atommüll. Fast 1.700 davon sind rostig. Dennoch sind weitere Hallen für noch mehr Strahlenmüll geplant. Und ungeachtet der Entsorgungs-Probleme vor der eigenen Haustür forscht man fleißig weiter an einem Atomreaktor der „IV. Generation“

 Das KIT-Nord wurde 1956 gegründet und betrieb mehrere Forschungsreaktoren. Darunter den Forschungsreaktor 2 (FR 2) als ersten in Eigenbau realisierten deutschen Natururanreaktor, den Brutreaktor-Prototyp „Kompakte Natriumgekühlte

Kernreaktoranlage“ (KNK II – der erste hatte vor seiner Beladung mit Brennstäben einen Natriumbrand), die 1990 stillgelegte Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) sowie den Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR).

In der WAK wurde die Technologie erprobt, die später einmal im bayerischen Wackersdorf kommerziell genutzt werden sollte. Daraus wurde dort aber nichts, weil der Widerstand der Bevölkerung zu stark war. 1991 war in Karlsruhe Schluss mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben. Übrig blieben 70.000 Liter hochradioaktive Flüssigabfällle, „High Activ Waste Concentrate“ (HAWC) genannt, die zwischen September 2009 und November 2010 in der eigens dafür gebauten Verglasungsanlage bearbeitet, verglast und in sogenannte Kokillen gefüllt wurden. Diese, immer noch hochradioaktiv, wurden dann in Castor-Behältern nach Lubmin gebracht.

Der Rückbau der kerntechnischen Versuchsanlagen am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) geschah bis zum Jahr 2009 in der Verantwortung des KfK durch den "Geschäftsbereich Stilllegung". Bei der Gründung des "Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)" ging dieser Geschäftsbereich in die "WAK GmbH" über, einem Tochterunternehmen der "Energiewerke Nord GmbH (EWN)". Im Februar 2017 wurde aus der WAK GmbH die Firma "Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)". Seither sind die über 1.000 Beschäftigten mit dem weiteren Abriss der Atomreaktoren und der WAK beschäftigt.

 

• Bau des ersten Atommüll-Lagers: 1958

• Reaktion auf zu hohe Strahlungswerte 1974:

Zaun wird weiter nach außen versetzt

• Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle heute: 6

• Gelagerte Atommüll-Menge (Oktober 2012): 67.200 m.

• Lagerkapazität: 78.000 m.

• Erweiterung beantragt um: 30.000 m.

• Hoffnung: Einlagerung in „Schacht Konrad“ ab 2023

• „Wiederaufarbeitungsanlage“ Karlsruhe (WAK): 1971–1990

• Baukosten: ca. 30 Mio. €

• Angefallene hochradioaktive „Atomsuppe“: 70.000 Liter

• Bisherige „Lösung“ dafür: Verglasung und Abtransport ins

Zwischenlager Lubmin

 

 

 

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Mehr Schadstoffe in Karlsruhe durch Kohlekraftwerk

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