BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Einladung zum BUND-Treffen

Nur auf dem Bild herrscht gähnende Leere

Du warst noch nie beim BUND, interessierst dich aber für den Natur- und Umweltschutz. Dann schau doch einfach bei unserem monatlichen Treffen vorbei. Da besprechen wir aktuelle Aktionen und die Entwicklung in der Region Karlsruhe.
Wir treffen uns immer am 3. Montag im Monat. Unser nächstes Treffen findet

  • am Montag, den 15. Mai 2017 , um 19:00 Uhr

in der BUND-Regionalgeschäftsstelle in der Waldhornstraße 25 statt.

Du bist herzlich eingeladen! 

 

Info: Initiative „Coffee to go again“ berichtet am Donnerstag, den 27.4., um 17.30 Uhr in der Walhalla in der Südstadt, Augartenstr. 36

 

 

Einwendung erfolgt: Stadtwerke KA tauschen Ölkessel im Heizkraftwerk West aus.

 

Wir haben den Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung

für den Ersatz von Kessel 3 im Heizkraftwerk West (HKW) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Karlsruhe auf dem Betriebsgelände des Heizkraftwerkes West, Honsellstraße, geprüft und fristgerecht bewertet.

Die Stadtwerke beabsichtigen, den bestehenden, mit Heizöl betriebenen Kessel 3 abzubauen und zu ersetzen. Diese Maßnahme beruht aber nicht auf Einsicht in den umweltfreundlicheren Brennstoff Gas. Block 3 erfüllt die aktuell vorgegebenen Emissionsanforderungen der 13. BImSchV nicht und steht deshalb lediglich mit reduzierter Feuerungswärmeleistung für den Notfallbetrieb mit begrenzter Leistung zur Verfügung. Er muss also durch zwei erdgasbetriebene Kessel mit je 70 MW Feuerungswärmeleistung ersetzt werden. Als Begründung wird die Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe angegeben, weil das „HKW-West die Zentrale für die Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe ist.“

 

 

Die Stadtwerke loben sich im  Sinne ihrer Unternehmensrichtlinien, eine Öffentlichkeitsbeteiligung  gemäß § 16 (1) BImSchG gewählt haben. Die gesamte Feuerungswärmeleistung der erdgasbetriebenen Kesselanlage liegt im Planzustand bei 354 MW (d.h., die FWL des HKW wird von derzeit 314 MW auf zukünftig 354 MW erhöht), so dass die Anlage gemäß der Zuordnung zu Nr. 1.1.1 (X) grundsätzlich „UVP-pflichtig“ ist. Dies wird jedoch dann vom Gutachter TÜV als nicht notwendig bezeichnet.

Der Standort existiert seit 1901. Noch nie wurde für diesen Standort eine UVP erstellt, die die Gesamtheit, die mit der Fernwärme in Karlsruhe einhergehenden Emissionen in ihrer Gesamtheit betrachtet. Diese fordern wir. Die Mär von der sauberen Fernwärme würde dadurch deutlich werden. Denn diese wird zu 32 % von der MiRO und zu 57 % von RDK bezogen. Die dazu notwendigen Anlagen geben nicht nur Stickoxide (MiRO = 2.560.000 kg, RDK = 1.290.000 kg), sondern auch hochgiftige lungengängige Feinststäube in die Atmosphäre ab, die anteilsmäßig auch der Fernwärme geschuldet sind.

Würde man alle in dem vom TÜV untersuchten 7km-Radius-Emittenten um das Rheinhafenkraftwerk in eine UVP heranziehen, bewerten und kritisch als Gesamtanlage beleuchten, so würde das Ergebnis so lauten: Die im Untersuchungsraum untersuchten Anlagen führen zu irreversiblen, grenzüberschreitenden und erheblich nachteiligen Auswirkungen auf alle Umweltschutzgüter.

 

Für unsere  geforderten  niedrigen Werte bezüglich Kohlenstoff und Stickoxiden ziehen wir als Begründung die Daten der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg heran, die mehrere Überschreitungen bei Staub und  Stickoxiden in der Region Karlsruhe aufweisen.

Wir fordern beim Einsatz von Gas:

 70 mg Stickoxide pro Kubikmeter.

Diese Werte unterschreiten die gesetzlichen Vorschriften, sind aber   das zeigt das im Dezember 2016 neugenehmigte Gaskraftwerk der EnBW in Stuttgart  möglich.

  

In unserer Stellungnahme (s.Anhang) weisen wir ferner noch auf weitere Probleme der Genehmigung hin.

Auch die ökologischen und ökonomischen Nachteile der Fernwärme werden von uns aufgezeigt.  Vor allem wollen wir keine Auskopplung derselben aus dem alten Steinkohleblock RDK 7 der EnBW. In Neubaugebieten, die nicht nahe am Fernwärmenetz liegen, sollen nur noch erneuerbare Energieträger die Wärme in Nahwärmeerzeugungsanlagen in Karlsruhe bereitstellen.

 

  

 

 

 

Amphibienwanderung in Neureut beendet

Am 18.2.2017 wurden zum 26. Mal zwei Amphibienschutzzäune am Neureuter Rosenhofweg aufgebaut. Eine Kindergruppe des BUND, etliche Familien, viele neue und erfahrene Helfer waren im Einsatz. Im Anschluss wurden täglich die Fangkisten kontrolliert, die Erdkröten gezählt und 4 000 Tiere sicher Richtung Laichgewässer gebracht.

Amphibienschutzzäune sind aufgebaut und ist nun beendet

 

Amphibienwanderung in Neureut beendet

 

Am 18.2.2017 wurden zum 26. Mal zwei Amphibienschutzzäune am Neureuter Rosenhofweg aufgebaut. Eine Kindergruppe des BUND, etliche Familien, viele neue und erfahrene Helfer waren im Einsatz. Nun werden täglich die Fangkisten kontrolliert, die Erdkröten gezählt und sicher Richtung Laichgewässer gebracht. Je nach Witterung wird die Wanderung Ende März abgeschlossen sein.

 

ERdkrötensammlung Zusammenstellung

 

 

Hungersnot bei Insekten

Brief von NABU und BUND vom 16.1.2017 an

 

 

Herr Oberbürgermeister

Dr. Frank Mentrup

Rathaus am Marktplatz

76 133 Karlsruhe

 

 

Hungersnot bei unseren Insekten

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

im Oktober haben Wissenschaftler bei einer vom Naturkundemuseum Stuttgart und der Universität Hohenheim organisierten Fachtagung die "Resolution zum Schutz der mitteleuropäischen Insektenfauna, insbesondere der Wildbienen" verfasst. Beklagt wird in der Resolution unter anderem ein "extremer Mangel an geeigneten blühenden Wildkräutern, die Landschaft wird zunehmend von Gräsern dominiert ". 

 

Für den Ort Wöschbach, Gemeinde Pfinztal, liegen uns konkrete Zahlen vor: so konnten dort vor ca. 20 Jahren noch nahezu 100 Honigbienen-Völker gehalten werden, heute reicht das Angebot an Pollen und Nektar über das Sommerhalbjahr gerade noch für ca. 20 Bienenvölker. Für Karlsruhe dürfte es nicht viel besser aussehen. Neben der Honigbiene leiden auch Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen und viele andere Insekten am Nahrungsmangel. Zu befürchten ist, dass ohne ein Gegensteuern unsere Landschaften in baldiger Zukunft weitgehend insektenfrei sein werden – mit dramatischen Folgen für die Bestäubung vieler Kulturpflanzen sowie auch für unsere Vogelwelt. Gerade im Jahr 2016, als der Stieglitz Jahresvogel war, wurde die Problematik sowohl von den Verbänden als auch in den Medien beschrieben und Gegenmaßnahmen 

insbesondere in den  kommunalen Zuständigkeitsbereichen gefordert.


Auf der Gemarkung Karlsruhe fällt den  Naturschutzverbänden immer wieder auf, dass weitestgehend großflächig abgemäht wird, auch wenn an manchen Stellen kleinere blühende Bereiche stehen gelassen werden. Dies betrifft sowohl Flächen innerhalb der Bebauung als auch solche in Feld und Flur und an den Fließgewässern. Selbst erste Blühflächen, die mit Steinklee bestanden sind, werden früh abgemäht -  für die Bienen und vor allem auch Hummeln unverzichtbare Nahrungsquellen, die damit  auf einen Schlag für die Insekten entfallen. Dazu kommt, dass das Mähgut liegen bleibt und das Mulchmaterial den Aufwuchs von blühenden Wildkräutern weitgehend unterdrückt; es können nur noch wuchsstarke Gräser nachwachsen. 

 

Ebenso sollten weitaus mehr Flächen festgelegt werden, die weniger oft gemäht werden. Dies betrifft z.B. Grasflächen auf dem Gelände des Klärwerks und der Wasserwerke sowie die Hardtwaldränder entlang der Radwege. 

 

Innerstädtische Blumenbepflanzungen dienen oft hauptsächlich nur dem menschlichen Auge, zumindest mehrheitlich sollten hier pollen- und nektarreiche Pflanzen verwendet werden, die der Schönheit keinen Abbruch tun. Auch muss es möglich sein, an bestimmten Stellen Stauden, z.B. Königskerzen, stehen zu lassen, damit die Larven im nächsten Frühling schlüpfen können.  

 

Wir begrüßen das Anliegen der Stadt Karlsruhe, die Bürgerinnen und Bürger für die Pflanzung insektenfreundlicher Pflanzen zu gewinnen. Dies reicht aber nicht aus. Die Stadtverwaltung mit den Ämtern Gartenbauamt, Liegenschaftsamt, Tiefbauamt und Forstverwaltung ist gefordert, deutlich mehr zu tun. Der Kostenfaktor muss eine geringere Rolle spielen als bisher, schließlich geht es auch ganz konkret um die Lebensmittelproduktion.

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit demselben Schreiben haben wir uns an die Fraktionen des Gemeinderates gewandt mit der Bitte, einen entsprechenden Antrag einzubringen und die Ämter zu einer langfristig angelegten, nachhaltigeren Pflegestrategie zu veranlassen. Die Frage ist nicht: was wird schon getan, sondern: was kann verbessert werden?    

 

In diesem Sinn bitten wir auch Sie, unser Anliegen zu unterstützen.

 

 

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