Mangelware Wasser: Am Horn von Afrika werden Dürren zur Regel.

Die Welt erwärmt sich

Wirbelstürme, Überschwemmungen und extreme Hitze- oder Kälteperioden hat es in der Erdgeschichte schon mehrfach gegeben. Was früher vereinzelte Naturereignisse waren, entwickelt sich mehr und mehr zu einer vom Menschen gemachten Katastrophe.

 Vor allem die Industriestaaten heizen der Erde seit 150 Jahren durch die Verbrennung von Erdöl, Kohle und Gas ein. In anderen Regionen der Welt wirkt sich der Klimawandel für Mensch und Tier tödlich aus. In der Sahelzone werden die Dürreperioden immer länger, das Vieh verdurstet, und auf den kargen Böden wächst nichts mehr. Lateinamerika wird immer häufiger von schlimmen Fluten heimgesucht. Tropische Wirbelstürme zerstören in Nordamerika die Häuser.

Stadtwerke tauscht Olkessel im Heizkraftwerk West aus

 

Wir haben den Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung

für den Ersatz von Kessel 3 im Heizkraftwerk West (HKW) der Stadtwerke Karlsruhe GmbH in Karlsruhe auf dem Betriebsgelände des Heizkraftwerkes West, Honsellstraße, geprüft und fristgerecht bewertet.

Die Stadtwerke beabsichtigen, den bestehenden, mit Heizöl betriebenen Kessel 3 abzubauen und zu ersetzen. Diese Maßnahme beruht aber nicht auf Einsicht in den umweltfreundlicheren Brennstoff Gas. Block 3 erfüllt die aktuell vorgegebenen Emissionsanforderungen der 13. BImSchV nicht und steht deshalb lediglich mit reduzierter Feuerungswärmeleistung für den Notfallbetrieb mit begrenzter Leistung zur Verfügung. Er muss also durch zwei erdgasbetriebene Kessel mit je 70 MW Feuerungswärmeleistung ersetzt werden. Als Begründung wird die Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe angegeben, weil das „HKW-West die Zentrale für die Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe ist.“

 

 

Die Stadtwerke loben sich im  Sinne ihrer Unternehmensrichtlinien, eine Öffentlichkeitsbeteiligung  gemäß § 16 (1) BImSchG gewählt haben. Die gesamte Feuerungswärmeleistung der erdgasbetriebenen Kesselanlage liegt im Planzustand bei 354 MW (d.h., die FWL des HKW wird von derzeit 314 MW auf zukünftig 354 MW erhöht), so dass die Anlage gemäß der Zuordnung zu Nr. 1.1.1 (X) grundsätzlich „UVP-pflichtig“ ist. Dies wird jedoch dann vom Gutachter TÜV als nicht notwendig bezeichnet.

Der Standort existiert seit 1901. Noch nie wurde für diesen Standort eine UVP erstellt, die die Gesamtheit, die mit der Fernwärme in Karlsruhe einhergehenden Emissionen in ihrer Gesamtheit betrachtet. Diese fordern wir. Die Mär von der sauberen Fernwärme würde dadurch deutlich werden. Denn diese wird zu 32 % von der MiRO und zu 57 % von RDK bezogen. Die dazu notwendigen Anlagen geben nicht nur Stickoxide (MiRO = 2.560.000 kg, RDK = 1.290.000 kg), sondern auch hochgiftige lungengängige Feinststäube in die Atmosphäre ab, die anteilsmäßig auch der Fernwärme geschuldet sind.

Würde man alle in dem vom TÜV untersuchten 7km-Radius-Emittenten um das Rheinhafenkraftwerk in eine UVP heranziehen, bewerten und kritisch als Gesamtanlage beleuchten, so würde das Ergebnis so lauten: Die im Untersuchungsraum untersuchten Anlagen führen zu irreversiblen, grenzüberschreitenden und erheblich nachteiligen Auswirkungen auf alle Umweltschutzgüter.

 

Für unsere  geforderten  niedrigen Werte bezüglich Kohlenstoff und Stickoxiden ziehen wir als Begründung die Daten der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg heran, die mehrere Überschreitungen bei Staub und  Stickoxiden in der Region Karlsruhe aufweisen.

Wir fordern beim Einsatz von Gas:

 

Textfeld: Bezugs-02: 3 Vol.%	 TMW Tagesmittelwert [mg/m3] 	 HMW Halbstundenmittelwert [mg/m3]	 MPZ Mittelwert über die Probenahmezeit [mg/m•] Bezugs-02: 3 Vol.%	 TMW Tagesmittelwert [mg/m3] 	 HMW Halbstundenmittelwert [mg/m3]	 MPZ Mittelwert über die Probenahmezeit [mg/m•] 	 kontinuierliche Messungen	 kontinuierliche Messungen	 Einzelmessungen alle 2 Jahre CO	45	90	 NOx 	70	 	 SOx	30	60	 Gesamtstaub			5

Diese Werte unterschreiten die gesetzlichen Vorschriften, sind aber   das zeigt das im Dezember 2016 neugenehmigte Gaskraftwerk der EnBW in Stuttgart  möglich.

 

 

In unserer Stellungnahme (s.Anhang) weisen wir ferner noch auf weitere Probleme der Genehmigung hin.

Auch die ökologischen und ökonomischen Nachteile der Fernwärme werden von uns aufgezeigt.  Vor allem wollen wir keine Auskopplung derselben aus dem alten Steinkohleblock RDK 7 der EnBW. In Neubaugebieten, die nicht nahe am Fernwärmenetz liegen, sollen nur noch erneuerbare Energieträger die Wärme in Nahwärmeerzeugungsanlagen in Karlsruhe bereitstellen.

  

Harry Block

0171 5359473

 

 

 

 

 

 

10. Oktober 2016

Klimaabkommen 2015

RDK 7+8 mal schön

Am 12. Dezember 2015 haben die 196 Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Paris ein neues Klimaabkommen verabschiedet, das zu Recht als historischer Erfolg gefeiert wird.[1] Bis zuletzt war offen, ob die langjährigen zähen Verhandlungen zu einem bedeutungsvollen Abschluss gebracht werden können. Sollte das Abkommen nun konsequent umgesetzt werden, bedeutet es nichts weniger als den Anfang vom Ende des fossilen Zeitalters und somit den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas.[2] Ob das Pariser Abkommen tatsächlich Geschichte machen wird, entscheidet sich also nicht zuletzt auf dem Feld der globalen Energiepolitik.

Für sich genommen garantiert das Pariser Klimaabkommen noch keinen Umbau des globalen Energiesystems, denn die

Zusagen der Mitgliedstaaten müssen erst in nationale Energiepolitik übersetzt werden. Dennoch bietet es fortan einen zentralen, international verbindlichen Bezugspunkt, der zu einem Katalysator für entsprechende nationale Bemühungen werden kann. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine zielführende Verknüpfung von Klima- und Energiepolitik ist nun, dass die in Paris gemachten Zusagen hinsichtlich der Finanzierung und des Technologietransfers eingehalten werden – speziell gegenüber den energiehungrigen Entwicklungs- und Schwellenländern. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Pariser Abkommen weltweit umgesetzt und auf nationaler und lokaler Ebene wirksam werden kann. Ohne angemessene Investitionen und entsprechende technische Unterstützung wird der in Paris gewonnene Schwung speziell in Entwicklungsländern rasch wieder verloren gehen.

Wenn das Pariser Abkommen weltweit einem grundlegenden energiepolitischen Strukturwandel zum Durchbruch verhilft, dann kann es, zumal in Wechselwirkung mit den einschlägigen UN-Nachhaltigkeitszielen, tatsächlich das Ende des fossilen Zeitalters besiegeln und die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Sinne einer nachhaltigen globalen Entwicklung vorantreiben

 

Und wie sieht es in Karlsruhe aus:

2 Kohlekraftwerke, davon eines (RDK8) das mindestens noch 40 Jahre laufen wird. RDK7 + RDK 8 geben mehr als 6 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Am gleichen Standort im Rheinhafen befindet sich auch ein modernen Gaskraftwerk (RDK 4s), welcher nur ein Vierteln an Stickoxiden und Kohlendioxid emitieren würde und vor allem keinerlei hochgiftige, lungengängige Schadstoffe in unsere Atemluft abgeben würde. Es liegt still. Begründung: zu teuer.

 

 

 

 

 

 

 

Klimawandel geht zu langsam - Bundesregierung kommt nicht weiter

Dass der Klimawandel nicht erst in der Zukunft droht, sondern längst Realität ist, wird inzwischen auch von den letzten Zweiflern als Tatsache akzeptiert. Doch hierzulande kommt der Klimawandel langsam und auf leisen Sohlen. Oft merken wir es gar nicht – und wenn, sind uns die Konsequenzen nicht bewusst. Wenn wir zum Beispiel an lauen Sommerabenden immer öfter die Grillen zirpen hören, denkt kaum jemand daran, dass diese Insekten Krankheitserreger aus Südeuropa importieren, denen unsere Weinreben schlecht Widerstand leisten können.

Um weitere katastrophale Folgen zu verhindern, muss der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase erheblich reduziert werden. Die Industriestaaten, die eine historische Schuld am Klimawandel tragen, müssen deutlich mehr Leistung erbringen und ihre Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduzieren. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen und das Kyoto-Protokoll bieten den richtigen Rahmen, um dies zu regeln.

 Vor der Klimakonferenz in Marrakech im Dezember 2016,  wird heftig darüber gestritten, wie die Ziele von Paris in einem praktischen Klimaschutzplan in Deutschland zu erreichen sind. Und plötzlich fällt vielen ein , was alles nicht geht. Kein Strom mehr aus Kohlekraftwerken? Geht nicht, wegen der Jobs. Keine Autos mehr mit Benzin und Diesel? Geht nicht, mangels Alternativen. Keine Treibhausgase mehr durch die Landwirtschaft? Geht nicht, wegen der Kühe in jedem Stall. Und das alles soll sich ändern? Wenige Monate nach der Abstimmung auf großer Bühne im Parlament ist von Aufbruch in der deutschen Klimapolitik nichts mehr zu spüren. Vom Fahrplan in eine emissionsfreie Gesellschaft droht kaum etwas übrig zu bleiben.  

Weil Energieversorgungsunternehmen, Industrievertreter und Gewerkschaften aufschreien, fährt die Bundesregierung die dezentrale Energiewende an die Wand und lässt sich dabei von den großen EVUs, deren Geschäftsmodell von zentralen Strukturen abhängt, die Hand führen.


Der einst große Plan wird immer kleiner. 

 

 

 

 

Tornados richten immer häufiger schwere Verwüstungen an – wie hier in Nordamerika.
30. Oktober 2016

Die genehmigten Schadstoffmengen der beiden Kohlenblöcke der EnBW in KA

Für RDK 7 haben wir leider die genehmigten Werte nicht
Der Erdgasblock lag in den letzten Jahren meist still

RDK 6s ist ein genehmigtes nicht gebautes Gaskraftwerk. 

RDK 4s ist in den letzten Jahren nur wenige Stunden aus Kostengründen in Betrieb genommen worden,obwohl es nur ein Viertel der Kohlendioxid und Stickoidwerten wie ein vergleichbares Kohlekraftwerk in die Atmosphäre abgibt. Wichtiger ist fast noch, dass Gas keinerlei lungengängige, hochgiftige Stoffe an die Atmosphäre abgibt. Im Jahr 2015 emittierten RDK7+8 zusammen 56 Kilo Quecksilber. Das wird sich nach dem Abschalten der Atommeiler in Phillippsburg und Neckarwestheim noch wesentlich steigern, weil dann die Kohlenblöcke ständig laufen werden. 

 

 



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Mehr Schadstoffe in Karlsruhe durch Kohlekraftwerk

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