Leserbrief zu Emissionen der beiden Kphleblöcke der EnBW im Rheinhafen

Es droht Gefahr

 

Zu „Vom Winde verweht“:

 

Unter dem Titel „ Vom Winde verweht“ zeigen die BNN ein friedvolles Bild, als ob der heimatverbundene Hans Thoma es gemalt hätte: Zwei rauchende Schornsteine an Wald und Rhein, die friedlich in Richtung Rheinland-Pfalz wehen. Und im Bildtext heißt es, der Ausstoß der Kohlekraftwerke scheint sich in Nichts aufzulösen, und der bunt überhauchte Auenwald am Rhein verleihe dem Blick auf die Industrie einen romantischen Hauch. Doch dieses Bild dürfte nicht in einem Heimatmuseum, sondern in einem Hitchcock-Krimi anzusiedeln sein. Dessen Stilmittel ist es, eine friedliche Idylle zu zeigen – und der Zuschauer sieht nicht die Gefahr, die dieser Idylle droht.

 

Die abgebildeten beiden Kohlekraftwerke der EnBW (zusammen 1 500 Megawatt Leistung) am Rheinhafen und eingebettet in unsere Rheinlandschaft zeigen nicht die Luftemissionen. Das Bild zeigt nicht, dass die Emissionen der über 200 Meter hohen Schlote in ihrer Hauptwindrichtung ihre Schadstoffe nicht in Richtung Rheinland-Pfalz, sondern auf Karlsruhe ablassen. Das Bild zeigt nicht, dass der Wind in Wirklichkeit an mehr als 70 Prozent der Tage des Jahres in Richtung der Stadt Karlsruhe weht. Das Bild zeigt nicht, dass die beiden Schlote bei windarmen Inversionswetterlagen mit senkrecht stehenden Rauchsäulen ihre Emissionen auf die westlichen Stadtteile niederlassen. Und das Bild zeigt auch nicht die rund 100 000 Liter warmes Kühlwasser, die pro Sekunde in den Rhein fließen. Setzen wir dieser Idylle einige Fakten entgegen, die nicht weit weg, sondern uns nahe sind: Laut amtlicher Bekanntmachung gaben die beiden Kohleblöcke 2015 folgende Hauptschadstoffe in unsere Atemluft: 3,62 Millionen Tonnen des Klimakillers Kohlendioxid. Dazu kommen 1,4 Millionen Tonnen des schleimhautreizenden, giftigen Schwefeldioxids und des ebenfalls wegen seiner Säurebildung (auf den Schleimhäuten) wirkende giftige Reizgases Stickoxid mit 1,3 Millionen Tonnen. Von den ebenfalls lungengängigen, winzig kleinen hunderten von Kilogramm Feinststäuben, unter denen sich auch unter vielem anderen auch 30 Kilo Quecksilber befinden, ist auf dem Bild auch nichts zu sehen. Das Bild sollte nicht dazu verführen, das Lied zu singen: Warum ist es am Rhein so schön. Es sollte vielmehr ein Anlass für die Verantwortlichen der EnBW sein, die Gefahren zu sehen, die von den Schloten ausgehen. Es sollte Anlass sein, mit den Emissions- und Klimaschutzzielen von Paris auch in Karlsruhe ernst zu machen. Und es sollte Anlass sein, die sofortige, längst überfällige Stilllegung der alten Gift-, Fein- und Feinststaubschleuder Rheinhafendampfkraftwerk Karlsruhe der EnBW (RDK 7) in die Wege zu leiten.

 

Harry Block

Karlsruhe/Innenstadt Ost

 



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

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Simone Gilbert
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Neuigkeiten:

Sprengung der Kühltürme von Philippsburg schon 2020

Die Kühltürme von KKP 1 und KKP 2 in Philippsburg sollen gesprengt werden, wenn mit dem Abschalten des 2. Blocks von Philippsburg auch der zweite Kühlturm im Jahre 2020 dann endlich stillgelegt ist. Frage mit welcher Genehmigung? Umweltverträglichkeitsprüfung oder bloße baurechtliche Kenntnisgabe. Wir fordern eigenständige Umweltverträglichkeitsprüfung. 

 

 

Verkehrskollaps in Karlsruhe wird durch neues Frachtzentrumserweiterung verstärkt. BUND-Einwendungen zu Erweiterung für riesiges, zusätzliches Gefahrstofflager der Fa. Dachser in Malsch

Das bestehende Logistikzentrum zur Lagerung von Chemikalien der Fa. DACHSER Logistikzentrum Malsch soll von 2.000 Tonnen auf 40.000 Tonnen erweitert werden.

Von den einzulagernden Waren werden dabei 22.000 Tonnen als Gefahrstoffe eingestuft.

S. ganze Medienmitteilung nebenstehend.   

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

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