Ehrungen beim BUND-Regionalverband Mittlerer Oberrhein

Maren Schmid und Waldemar Ibba als beispielhafte Naturschützer ausgezeichnet


Karlsruhe. Mit Maren Schmid aus Waldbronn und Waldemar Ibba aus Karlsruhe zeichnete der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) anlässlich der Jahresmitgliederversammlung am 24. März im Karlsruher Jubez zwei Mitglieder für ihre langjährige überaus engagierte Naturschutzarbeit aus. „Eine erfolgreiche Naturschutzarbeit ist auf BUND-Mitglieder, die wie Sie eine langfristige Perspektive verfolgen, essenziell angewiesen; Verlässlichkeit und Kontinuität sind Ihre Markenzeichen!“, so der Regionalvorsitzende Armin Gabler bei der Überreichung der Urkunden auf der Jahresmitgliederversammlung des Regionalverbands.
Seit mehr als zwanzig Jahren ist Maren Schmid die Seele des Kräutergartens im Waldbronner Kurpark, den der BUND-Ortsverband Karlsbad/Waldbronn mit Unterstützung der Gemeinde Waldbronn angelegt hat. Jahr für Jahr kümmert sie sich mit einigen Helferinnen und Helfern um die etwa 80 verschiedenen Heil- und Küchenkräuter, die in dem Garten beheimatet sind. „Ohne das ausdauernde Engagement von Maren Schmid, gäbe es dieses blühende Fleckchen Erde sicherlich nicht mehr“, erklärte Karola Keitel, Vorsitzende des BUND-Ortsverbands Karlsbad/Waldbronn, die das Wirken von Maren Schmid auf der Versammlung würdigte. Immer mehr Besucher und Besucherinnen des Kurparks schätzen den naturnah angelegten und gepflegten BUND-Kräutergarten, der vor allem im Frühsommer, wenn alles blüht, eine Augen- und Nasenweide ist.  Äußeres Zeichen des Erfolgs sind verschiedene Auszeichnungen. So wurde das BUND-Projekt beim Wettbewerb um den Kreisumweltschutz 1990 mit dem dritten Platz belohnt, und erhielt 2006 den Landesnaturschutzpreis. Im Jahr 2008 schließlich wurde der Kräutergarten Waldbronn in die Beispielprojekte für den grenzüberschreitenden Naturschutz aufgenommen.
Über ihr Engagement für den Kräutergarten hinaus, ist Maren Schmid in verschiedenen weiteren Projekten des BUND-Ortsverbands Karlsbad/Waldbronn, wie Landschaftspflege, Amphibienschutz und Grundschulprogramm aktiv. Auch im Vorstand arbeitet sie bereits seit 1993 engagiert mit und ist seit 1995 Kassenwartin des Ortsverbands.

Ebenfalls seit über 20 Jahren ist Waldemar Ibba im BUND-Ortsverband Karlsruhe aktiv im Natur- und Umweltschutz. Die jährliche Mahd einer Magerwiese am Münchsberg in Grötzingen und einer Nasswiese in Knielingen erledigt er fachmännisch und unterstützt bei Bedarf auch noch die Helfer beim Abrechen. Spezialisierten Tier- und Pflanzenarten wird so das Überleben gesichert. Als zuverlässiger Helfer ist Waldemar Ibba auch beim jährlichen Auf- und Abbau des Amphibienzauns am Rosenhof in Neureut dabei, dies seit 1992. Nur durch die kontinuierliche Betreuung der Erdkröten auf ihrer Laichwanderung konnte deren drastisch geschrumpfter Bestand von 600 auf über 5000 Tiere stabilisiert werden. Ein Einsatz jedes Frühjahr, egal bei welchem Wetter, für den sich auch viele Schulklassen und Kindergartengruppen begeistern.
Mehrmals im Jahr organisiert und betreut Waldemar Ibba Infostände des BUND zu den unterschiedlichsten Themen des Umwelt- und Naturschutzes, sei es in der Schauburg oder beim Markt der Möglichkeiten in Durlach. Quasi nebenbei arbeitet er engagiert im Vorstand mit und ist verantwortlich für die Kasse. Waldemar Ibbas beispielhaftes Wirken ist damit eine verlässliche Stütze der Arbeit des BUND-Ortsverbands Karlsruhe im gesamten Spektrum der sich stellenden Aufgaben vom praktischen Naturschutz über Öffentlichkeitsarbeit und Informationsarbeit für die Bürger bis hin zur Ausgestaltung der Verbandsstrukturen.
Der BUND-Regionalverband Mittlerer Oberrhein wurde 1978 gegründet und ist eine Untergliederung des Landesverband Baden-Württemberg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitglieder in der Region Mittlerer Oberrhein unterhält der BUND eine Regionalgeschäftsstelle in der Waldhornstraße 25 in Karlsruhe. Diese unterstützt die über 5000 Mitglieder und Förderer und 15 Ortsverbände in Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie den Kreisen Baden-Baden und Rastatt, ist Koordinationsstelle für Stellungnahmen der nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbände in Planungs- und Genehmigungsverfahren und engagiert sich aktiv in zentralen Umweltthemen wie Klimaschutz, gentechnikfreier Landwirtschaft, Verkehr und Bewahrung der Vielfalt von Arten und Landschaften. Regionalvorsitzender ist seit 1997 Armin Gabler, Regionalgeschäftsführer seit 2007 Hartmut Weinrebe.
Pressekontakt:
Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer, 0721 358582, bund.mittlerer-oberrhein@bund.net



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

Kurzer Abriss der Lagerung von hoch- und mittelaktiven Atommüll im KIT Nord

 

 

 

 

Im Norden von Karlsruhe, in der Nähe der kleinen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, liegt das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-Nord).

Nach 23 Jahren Wiederaufarbeitung steht hier das nun größte oberirdische Zwischenlager der Republik mit Zigtausend Fässern Atommüll. Fast 1.700 davon sind rostig. Dennoch sind weitere Hallen für noch mehr Strahlenmüll geplant. Und ungeachtet der Entsorgungs-Probleme vor der eigenen Haustür forscht man fleißig weiter an einem Atomreaktor der „IV. Generation“

 Das KIT-Nord wurde 1956 gegründet und betrieb mehrere Forschungsreaktoren. Darunter den Forschungsreaktor 2 (FR 2) als ersten in Eigenbau realisierten deutschen Natururanreaktor, den Brutreaktor-Prototyp „Kompakte Natriumgekühlte

Kernreaktoranlage“ (KNK II – der erste hatte vor seiner Beladung mit Brennstäben einen Natriumbrand), die 1990 stillgelegte Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) sowie den Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR).

In der WAK wurde die Technologie erprobt, die später einmal im bayerischen Wackersdorf kommerziell genutzt werden sollte. Daraus wurde dort aber nichts, weil der Widerstand der Bevölkerung zu stark war. 1991 war in Karlsruhe Schluss mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben. Übrig blieben 70.000 Liter hochradioaktive Flüssigabfällle, „High Activ Waste Concentrate“ (HAWC) genannt, die zwischen September 2009 und November 2010 in der eigens dafür gebauten Verglasungsanlage bearbeitet, verglast und in sogenannte Kokillen gefüllt wurden. Diese, immer noch hochradioaktiv, wurden dann in Castor-Behältern nach Lubmin gebracht.

Der Rückbau der kerntechnischen Versuchsanlagen am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) geschah bis zum Jahr 2009 in der Verantwortung des KfK durch den "Geschäftsbereich Stilllegung". Bei der Gründung des "Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)" ging dieser Geschäftsbereich in die "WAK GmbH" über, einem Tochterunternehmen der "Energiewerke Nord GmbH (EWN)". Im Februar 2017 wurde aus der WAK GmbH die Firma "Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)". Seither sind die über 1.000 Beschäftigten mit dem weiteren Abriss der Atomreaktoren und der WAK beschäftigt.

 

• Bau des ersten Atommüll-Lagers: 1958

• Reaktion auf zu hohe Strahlungswerte 1974:

Zaun wird weiter nach außen versetzt

• Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle heute: 6

• Gelagerte Atommüll-Menge (Oktober 2012): 67.200 m.

• Lagerkapazität: 78.000 m.

• Erweiterung beantragt um: 30.000 m.

• Hoffnung: Einlagerung in „Schacht Konrad“ ab 2023

• „Wiederaufarbeitungsanlage“ Karlsruhe (WAK): 1971–1990

• Baukosten: ca. 30 Mio. €

• Angefallene hochradioaktive „Atomsuppe“: 70.000 Liter

• Bisherige „Lösung“ dafür: Verglasung und Abtransport ins

Zwischenlager Lubmin

 

 

 

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Mehr Schadstoffe in Karlsruhe durch Kohlekraftwerk

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