Wir - der BUND

Seit über 30 Jahren  sind wir bundesweit Ansprechpartner in Fragen des Natur- und Umweltschutzes. Rund 270.000 Mitglieder und 200.000 Förderer hat zur Zeit der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). In Karlsruhe sind es mehr als 900 Mitglieder. Die Erhaltung der Lebensgrundlagen ist unser oberstes Ziel. Daher setzen wir uns ein für unbelastetes Wasser, gesunde Nahrung, saubere Luft, sparsamen Umgang mit Rohstoffen, den Einsatz von Wind- und Sonnenenergie.

Umweltberatung

Per Telefon oder im persönlichen Gespräch leisten wir fachlich kompetente Beratung und Hilfestellung. Viele Anfragen betreffen die eigene Wohnung, wo Gifte für Mensch und Umwelt lauern können. Gefragt sind aber auch Gartentipps, Bauanleitungen für Nisthilfen oder Energiesparmaßnahmen.

Stellungnahmen zu Stadtentwicklung und Straßenbau

Der BUND ist anerkannter Naturschutzverband nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz. Mit Stellungnahmen zu ökologisch bedenklichen Planungsvorhaben (z.B. Straßenneubau und Gewerbeansiedlungen) versuchen wir, durch Alternativen die Entscheidungen von Behörden in unserem Sinn zu beeinflussen - oft mit Erfolg.

Weitere Projekte und Aktivitäten

  • Wir engagieren uns für Umweltverträgliche Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung: Mit Aktionstagen, Infoständen und Besuchen bei Ökobauern bringen wir die ökologische Landwirtschaft weiter voran
  • Den Schutz der heimischen Streuobstwiesen: Durch die Mitarbeit in der Streuobstinitiative und den Verkauf von Apfelsaft tragen wir zur Erhaltung der Streuobstwiesen bei - ein Lebensraum vieler seltener Tiere und Pflanzen
  • Die Verringerung des fortschreitenden Freiflächenverbrauchs - für mehr Lebensräume.
  • Projekte im praktischen Naturschutz, z.B. für die Erhaltung der Feuchtwiesen.
  • Die Renaturierung von Bächen und Flüssen.
  • Die Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in der Stadt - für eine umwelt- und sozialverträgliche Entwicklung.

Die Kinder- und Jugendarbeit des BUND

In der BUND-Jugend sind unsere Kinder- und Jugendgruppen organisiert. Bei Naturerlebnistagen erfahren Kinder und Jugendliche, welche Faszination der Bach vor unserer Haustüre birgt. Mit viel Fantasie und Spaß lernen sie den verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt. Unsere Jüngsten und ihre Zukunft sind uns wichtig. Deshalb unterstützen wir Jugendaktivitäten, wo immer es geht. In der BUND-Geschäftsstelle gibt es außerdem Programme für Kinder- und Jugendfreizeiten und für Jugendseminare.

Treffen

des Ortsverbandes ist in der Regel jeden 3. Montag im Monat um 19 Uhr im Umweltbüro, Waldhornstr. 25. Nächster Termin: Montag, 21.5.12

Mitglieder und weitere Interessierte sind willkommen.

 



BUND Kindergruppen in Karlsruhe

Weitere Infos / Kontakt:
Simone Gilbert
kindergruppen.mittlerer-oberrhein@bund.net
Telefon 0721 35 85 82

Neuigkeiten:

Kurzer Abriss der Lagerung von hoch- und mittelaktiven Atommüll im KIT Nord

 

 

 

 

Im Norden von Karlsruhe, in der Nähe der kleinen Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen, liegt das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-Nord).

Nach 23 Jahren Wiederaufarbeitung steht hier das nun größte oberirdische Zwischenlager der Republik mit Zigtausend Fässern Atommüll. Fast 1.700 davon sind rostig. Dennoch sind weitere Hallen für noch mehr Strahlenmüll geplant. Und ungeachtet der Entsorgungs-Probleme vor der eigenen Haustür forscht man fleißig weiter an einem Atomreaktor der „IV. Generation“

 Das KIT-Nord wurde 1956 gegründet und betrieb mehrere Forschungsreaktoren. Darunter den Forschungsreaktor 2 (FR 2) als ersten in Eigenbau realisierten deutschen Natururanreaktor, den Brutreaktor-Prototyp „Kompakte Natriumgekühlte

Kernreaktoranlage“ (KNK II – der erste hatte vor seiner Beladung mit Brennstäben einen Natriumbrand), die 1990 stillgelegte Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) sowie den Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR).

In der WAK wurde die Technologie erprobt, die später einmal im bayerischen Wackersdorf kommerziell genutzt werden sollte. Daraus wurde dort aber nichts, weil der Widerstand der Bevölkerung zu stark war. 1991 war in Karlsruhe Schluss mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben. Übrig blieben 70.000 Liter hochradioaktive Flüssigabfällle, „High Activ Waste Concentrate“ (HAWC) genannt, die zwischen September 2009 und November 2010 in der eigens dafür gebauten Verglasungsanlage bearbeitet, verglast und in sogenannte Kokillen gefüllt wurden. Diese, immer noch hochradioaktiv, wurden dann in Castor-Behältern nach Lubmin gebracht.

Der Rückbau der kerntechnischen Versuchsanlagen am ehemaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) geschah bis zum Jahr 2009 in der Verantwortung des KfK durch den "Geschäftsbereich Stilllegung". Bei der Gründung des "Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)" ging dieser Geschäftsbereich in die "WAK GmbH" über, einem Tochterunternehmen der "Energiewerke Nord GmbH (EWN)". Im Februar 2017 wurde aus der WAK GmbH die Firma "Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)". Seither sind die über 1.000 Beschäftigten mit dem weiteren Abriss der Atomreaktoren und der WAK beschäftigt.

 

• Bau des ersten Atommüll-Lagers: 1958

• Reaktion auf zu hohe Strahlungswerte 1974:

Zaun wird weiter nach außen versetzt

• Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle heute: 6

• Gelagerte Atommüll-Menge (Oktober 2012): 67.200 m.

• Lagerkapazität: 78.000 m.

• Erweiterung beantragt um: 30.000 m.

• Hoffnung: Einlagerung in „Schacht Konrad“ ab 2023

• „Wiederaufarbeitungsanlage“ Karlsruhe (WAK): 1971–1990

• Baukosten: ca. 30 Mio. €

• Angefallene hochradioaktive „Atomsuppe“: 70.000 Liter

• Bisherige „Lösung“ dafür: Verglasung und Abtransport ins

Zwischenlager Lubmin

 

 

 

BUND OV Karlsruhe engagiert sich gegen Verwendung von Plastiktüten.

Größtes deutsches Zwischenlager für schwach- und mittelaktiven Atommüll liegt im Hardtwald bei Karlsruhe

Mehr Schadstoffe in Karlsruhe durch Kohlekraftwerk

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