Angesichts des laufenden immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens regt sich in Karlsruhe Widerstand gegen den Bau des geplanten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks RDK 9 der EnBW. Mit einem öffentlichen Infostand und einer Unterschriftenaktion wendet sich der BUND direkt an die Karlsruher Bevölkerung, um Einwände gegen das fossile Großprojekt zu bündeln und an die Genehmigungsbehörde weiterzuleiten.
Ort: Ecke Waldstraße - Kaiserstraße
Zeit: Samstag, den 7. November 2026 von 11 Uhr bis 13 Uhr
Das Vorhaben droht nicht nur zur nächsten Investitionsruine im Rheinhafen zu werden, sondern auch zu einer langjährigen Fortschreibung fossiler Stromerzeugung in Karlsruhe. Während der Standort bereits über eine elektrische Leistung von rund 1.800 MW verfügt, soll mit RDK 9 ein weiterer fossiler Großblock mit 850 MW elektrischer Leistung entstehen – begründet vor allem durch Subventionsaussichten statt energiewirtschaftlicher Notwendigkeit. Die langfristigen Lieferverträge für Fracking- und Flüssigerdgas (LNG) über 15 bis 20 Jahre zementieren auf Jahrzehnte fossile Abhängigkeiten und konterkarieren die verbindlichen Klimaziele des Bundesverfassungsgerichts sowie die Beschlüsse von Bund, Land und Stadt. Das Versprechen eines baldigen Wasserstoffbetriebs bleibt angesichts fehlender Mengen und immenser Infrastrukturkosten unrealistisch.
Wir fordern die Bürgerinnen und Bürger auf, die Ablehnung des Baus von RDK 9 zu unterstützen. Da die Entscheidung beim Vorstand und Aufsichtsrat der EnBW liegt, können wir gegenüber der Genehmigungsbehörde (Regierungspräsidium Karlsruhe) nur zu Luftreinhaltung/Schadstoffemissionen & Gesundheit, Belastung von Gewässern & Natur, Anlagensicherheit & Hochwasserschutz und einiges mehr Stellung nehmen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich am Infostand (oder über unsere Homepage) über die konkreten Einwendungspunkte zu informieren und mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für echten Klimaschutz und eine zukunftssichere, erneuerbare Energieversorgung in Karlsruhe zu setzen.
Kontakt:
Ansprechperson: Harry Block
Telefon: 0171 53 59 473